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 © Helmut Meisl

 Evangelische Gemeinde
Diese Seite als Druckausgabe







25. Adventmarkt der Evangelischen Gemeinde in Hallein

25 JAHRE ... und kein bisschen leiser.
Am Samstag, 29. November von 9 bis 13 Uhr und Sonntag, 30. November 10:30 bis 13 Uhr


Als 1983 Bischof D. Dieter Knall zur „Stillen Hilfe“ für die Not leidenden siebenbürgischen Schwesterngemeinden aufrief, taten sich einige beherzte Frauen zusammen und gründeten
kurzerhand einen „Bastelkreis“, der sich fortan der Aufgabe stellte, durch Erlöse aus Advent- und Osterbasaren und später auch durch die Abhaltung von Flohmärkten diesen Menschen rasch und direkt zu helfen.

Keine leichte Aufgabe für alle Beteiligten, mussten doch Geld und Hilfsgüter in ein kommunistisches Land gebracht werden. Wolfgang und Marlis Del-Negro knüpften die wertvollen Kontakte zu siebenbürgischen Pfarrern und deren Gemeinden und legten so den Grundstein für effektive und zielsichere Hilfsaktionen, deren Organisation und Abwicklung ihren vollsten Einsatz forderten. Ihnen gebührt auch heute dafür noch Dank und Anerkennung!

Unzählige Hilfspakete mit Lebensnotwendigem wurden im Pfarrhaus gepackt und nach Rumänien verschickt. Die komplizierten Zollformalitäten und der unsichere Postweg im Zielland verlangten jedoch bald nach anderen Strategien und die Idee, die Güter selbst vor Ort zu bringen, wurde alsbald in die Tat umgesetzt.

24 Mal sind Busse von Hallein aus nach Siebenbürgen gestartet, „an Bord“ von Jahr zu Jahr mehr Gemeindeglieder, Alt und Jung, ja sogar ganze Familien mit Kind und Kegel. In mit Lebensmitteln, Kleidern, Schuhen, Medikamenten und Werkzeugen voll bepackten Bussen traten sie die Reisen ins Ungewisse an, in ein Land, dessen Menschen in bitterer Armut leben mussten, hoffnungslos und scheinbar vergessen vom Rest der Welt.

Die Begegnungen mit den gastfreundlichen Siebenbürger Sachsen, den Partnergemeinden und Partnerfamilien und das Erleben ihrer Freude über das Mitgebrachte, ist allen jenen, die an einer dieser Reisen teilnehmen konnten, noch heute in lebhaftester Erinnerung.

Der Sturm der Geschichte ist über die kommunistischen Länder hinweggefegt, sehr viele Siebenbürger haben nach der „Wende“ ihre Heimat in Richtung Deutschland verlassen. Zurückgeblieben sind Alte und Kranke, die auch jetzt noch unserer Hilfe bedürfen.

Während in den darauf folgenden Jahren die Siebenbürgenhilfe etwas zurückgenommen werden konnte, taten sich neue Herausforderungen auf.

Der Krieg in Bosnien trieb Menschen aus ihrem Land und so musste eine 5-köpfige bosnische Flüchtlingsfamilie im Pfarrhaus untergebracht werden, erst nur „vorübergehend“, letztlich aber für 3 Jahre. In dieser Zeit wurden nicht nur sie mit Nötigem versorgt, auch ihre Familienangehörigen, die verstreut in Flüchtlingslagern leben mussten.


In den letzten Jahren hat sich der Schwerpunkt der Hilfsaktivitäten etwas verschoben. Vermehrt wird Geld für heimische Projekte und zur Unterstützung von Familien mit behinderten Kindern zur Verfügung gestellt.

Auch im weiter entfernten Ausland konnte geholfen werden, so z.B. in Afrika mit der Unterstützung des Aidswaisenhauses in Bulongwa / Tansania, oder in Bolivien mit der Anschaffung von Solarkochern und Solarlampen.

Aus einem „Bastelkreis“ ist also mit der Zeit ein richtiger Diakoniekreis geworden, dessen größte Freude darin besteht, das übers Jahr „erbastelte Geld“ möglichst schnell wieder auszugeben.

Was wäre aber ein Jubiläum ohne Danksagungen!
Sehr verehrte Kunden, ohne Sie, die Sie alle Jahre wieder unsere in liebevoller Kleinarbeit hergestellten Dinge erwerben, wären wir „machtlos“. Vielen Dank für Ihre Treue und Ihre Großzügigkeit, mit der Sie uns immer wieder unterstützen. Nur so können wir Unterstützung gewähren.

Weiters gilt unser Dank allen jenen, die uns immer wieder dann helfen, wenn unsere Arme und Hände nicht mehr ausreichen. Allen Kekse- und Kuchenbäckern und –bäckerinnen, allen Heinzelmännern und –frauen, die vor oder nach dem Adventmarkt oder dem Flohmarkt wertvolle Hilfestellung - in welcher Form auch immer – leisten, und uns mit Ihrem Wohlwollen durch all die Jahre begleitet haben.

25 Jahre und was nun?
Angesichts der anstehenden vielfältigen Probleme unserer Gesellschaft wird es auch weiterhin oder sogar mehr denn je nötig sein, Menschen im „Abseits“ unter die Arme zu greifen. Keine Chance also, sich auf Lorbeeren auszuruhen!



Gelegenheit für einen Besuch unseres 25. Adventmarktes 2008 haben Sie am Samstag, den 29.11. von 9:00h bis 19:30h oder am Sonntag, den 30.11. von 10:30h bis 13:00h.





Autor / Quelle: Das Bastelkreis-Team

Beitrag online bis 31.12.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 6 (20.11.08 - 30.11.08 - ) / 2313 / 343