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 © Helmut Meisl

 Adventkalender
Diese Seite als Druckausgabe


Adventkalender-Hintergrundbild 2008


Licht und Schatten, Hell und Dunkel sind in Gretl Thuswaldners Fotos wesentlich


Gretl Thuswaldner gibt ihr Können gern in Workshops und Kursen weiter


Wir freuen uns über Ihren Kommentar über diesen Beitrag des Adventkalenders in unserem Gästebuch

30. November 2008 / 1. Adventsonntag- Gretl Thuswaldner

Die Fotos von Gretl Thuswaldner sind mehr als alltägliche Schnappschüsse. Sie führen unseren Blick hinter die Oberfläche von Dingen und Menschen, lassen uns das Wesentliche, das Mythische, das Geheimnis erahnen. Deshalb verwenden wir heuer ein Hallein-Bild von Gretl Thuswaldner als Hintergrund-Bild für unseren Adventkalender.

Gretl Thuswaldner, geb. Monschein, stammt aus Leoben. Sie macht dort eine Ausbildung als Fotografin. Sie heiratet Dipl. Ing. Peter Thuswaldner, damals Lehrbeauftragter an der Montan-Universität Leoben, und sie bekommen zwei Kinder: Jörg und Barbara.

Die Familie übersiedelt nach Hallein, als Peter Professor an der neu gegründeten HTL für Betriebstechnik in Hallein wird.

Damals stand die Fotografie mehr im Hintergrund. Gretl Thuswaldner engagiert sich in der Stadtpfarre Hallein: Einige Jahre betreut sie die Pfarrbücherei.

In den 90er Jahren nimmt aber die künstlerische Fotografie einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Sie leitet Fotoworkshops, macht Ausstellungen und Projekte, gestaltet öffentliche Räume, ihre Fotos werden vielfach publiziert.

Sie erhält 2007 einen Förderpreis des Landes Salzburg, weiters Stipendien für Studienaufenthalte in Budapest und Tenno (Italien).




Gretl Thuswaldner: Ihre Fotos geben Einblick in Struktur und Wesen der Dinge

Gretl Thuswaldner liebt die Schwarz-Weiß-Fotografie. Häufig bildet sie kleine, besondere Ausschnitte von Objekten ab, deren Struktur und Wesen dadurch sehr deutlich werden und zum Nachdenken und Fragen anregen. Ein Stein, ein Ziegel, eine Stufe, eine Türklinke erzählen uns lange Geschichten, wenn wir zuhören. Alle Dinge werden definiert durch Licht und Schatten - und so ist es ja wohl auch in jedem Menschenleben. Sie hat Serien von Fotos in der Kirche und in den Gassen der Altstadt gemacht. „Das Wesentliche liegt hinter den Dingen, ist den Augen unsichtbar“ hat Saint-Exupery gesagt, das gilt auch von ihren Fotos. Das Wesentliche finden!

Es mag sein, dass daraus auch ihre reservierte Einstellung zur kath. Kirche herrührt, wo allzu häufig unbedeutende, fast lächerliche, oberflächliche Kleinigkeiten als „wesentlich und unverzichtbar“ bezeichnet werden, das wirklich Wichtige aber aus dem Blick verloren wird. Durch eine solche Kirche fühlt sie sich nicht angesprochen. Sie ist aber einigen Persönlichkeiten dankbar, die ihr im Lauf der Jahre das Christentum als Befreiung, Freude und Erlösung für ihr Leben vermittelt haben.


Autor / Quelle: Wilfried Kaaser, mit Dank für die freundliche Bekanntschaft mit Familie Thuswaldner seit über 30 Jahren

Beitrag online bis 31.12.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (29.11.08 - 03.12.08 - ) / 2317 / 641