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 © Helmut Meisl

 Adventkalender
Diese Seite als Druckausgabe


wir kommen alle aus der erde
wie eine wurzel klein
werden dann mit gottes hilfe
zu einem bäumchen gut gedeihn

werden stark und immer größer
tragen frucht und grünes blatt
es umarmen sich die wurzeln
die gottes liebe verbunden hat

wir kommen alle aus der erde
gehen dorthin wohl zurück
nachdem wir jahre frucht getragen
freude brachten, wärme, glück

Text und Bild: Helmut Baier 2004


Elfi Baier: Vom Topmodel zur Religionslehrerin und Oma


Wichtig im Leben: Die Familie mit den Kindern und Enkelkindern


Wir freuen uns über Ihren Kommentar über diesen Beitrag des Adventkalenders in unserem Gästebuch

7. Dezember 2008 - Elfi und Helmut Baier

Schön liegt das Baierhaus am besonnten Hang im Wiestal, warm und gemütlich, freundlich und einladend - wie seine Bewohner. Sie haben nicht viele Wünsche für sich, wohl aber vieles, was ihnen wichtig ist und wofür sie sich einsetzen.

Elfi Baier, geb. 1943, ist eines der fünf Kinder der Familie Welkhammer. Sie macht eine kaufmännische Ausbildung, arbeitet in der Modebranche, wird Geschäftsführerin. Sie arbeitet jahrelang als Model, ist vielgefragt und erfahren. Mit 39 beginnt sie das Studium der Religionspädagogik und wird Religionslehrerin, hauptsächlich an Berufsschulen. Ihre Offenheit, ihre Sprache, ihr Einsatz und ihr Aussehen bringen ihr viel Erfolg und Zuspruch in diesem nicht leichten Bereich.

1965 Heirat mit Helmut Baier, 1969 wird Babette geboren, 1973 Mirjam. 1988 heiratet Babette, ihr Mann ist Kieferorthopäde in Spanien. Mirjam wird Ärztin und arbeitet im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder.

Für Elfi Baier war der religiöse Glaube seit jeher eine wichtige Stütze und Fundament, sie nimmt teil an Gesprächs- und Gebetsrunden und ist Vertreterin der Religionslehrer im Pfarrgemeinderat und in der Diözese. Ihr Motto: „Als Christ lebendig unterwegs sein!“

Seit 1999 ist sie im Ruhestand.

Ihre Hoffnungen und Wünsche? „In Frieden leben mit dem Mann und den Kindern, ehrlich sein zueinander, ein Leben in Wahrhaftigkeit führen. Das ist alles nicht selbstverständlich, man muss dafür etwas tun und kann es dann bewusst und dankbar erleben!“

Auch in ihrem sozialen Engagement zeigt sich diese Haltung: „Nicht nur jammern, sondern etwas tun!“ Zusammen mit ihrer Schwester Elisabeth sammelt sie an Wochenenden Waren in Salzburger Großmärkten - Obst und Gemüse, Feinkost, Lebensmittel, Textilien - die dort aussortiert werden, aber durchaus noch brauchbar sind. Diese werden abgeholt und dann an sozial bedürftige Familien abgegeben, die von Sozialamt und Pfarre aufgelistet werden. Auch Institutionen (Klöster) werden auf diese Weise bedacht.




Elfi und Helmut Baier

Helmut Baier, geb. 1939, ist der Sohn von Hans Baier, bekannter Bildhauer und Lehrer an der Fachschule Hallein. Sein Beruf war Bankangestellter in Hallein.

Er hat zwei ungewöhnliche Interessen in seinem Leben: Er war Autorennfahrer, hat z. B. 1966 an einem Autorennen mit Jochen Rindt und Niki Lauda teilgenommen. Weiters folgt er als Künstler in Malerei und Graphik den Spuren von Hans Baier. Sein Leitspruch ist: „Was man nicht gezeichnet hat, hat man nicht gesehen!" Bevorzugte Motive sind Altstadt-Veduten und südliche Landschaften in Feder, Aquarell, Gouachen und Pastell. Auf seine Initiative erschien 1980 zur 750 Jahrfeier der Stadt Hallein der Bildkalender mit Halleiner Stadtansichten der Künstlerfamilie Baier.

Der Religion stand er zum Unterschied von seiner Frau lange Zeit indifferent und distanziert gegenüber. Ein langer Prozess und eine lange Entwicklung führten dazu, dass er seit einigen Jahren das Christentum als Freude erfährt und aktiv lebt. Er ist vielen Personen dankbar, die ihn auf diesem Weg begleitet haben: Pfr. Richard Schwarzenauer, Dr. Matthäus Appesbacher, Dr. Hansjörg Hofer, Willi Rieder und Familie Stuchlik.


Autor / Quelle: Wilfried Kaaser, früher Pastoralassistent in Hallein

Beitrag online bis 31.12.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (6.12.08 - 10.12.08 - ) / 2324 / 892