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Musik - von großer Bedeutung für viele Mitglieder der Familie Seiwald


Der Wäscherbauernhof,
die Heimat der Seiwald-Famiien


Alosia (Loisi) Seiwald

12. Dezember 2008 - Die Seiwald-Familien

Die Seiwalds und ihre Kinder sind in Hallein, speziell in der kath. Pfarrgemeinde vielen bekannt - durch manche Aktivitäten treten sie seit Jahren in Erscheinung, wirken aber auch still im Hintergrund. Wie leben sie, was hoffen und erwarten sie, wie gehen sie mit manchen Enttäuschungen um?

Bernhard Seiwald sen., geb. 1944, arbeitet seit seinem 14. Lebensjahr in der Landwirtschaft und hat außerdem 30 Jahre in der Papierfabrik als „Schichtler“ gearbeitet. Die Familie wäre sonst schwerlich zurechtgekommen. Die Seiwalds bewirtschaften den „Wäscherbauernhof“ und betreiben Milchwirtschaft. Die Wirtschaft mit 6 ha funktioniert, „aber es wird halt allweil a weng schwieriger“. Geheiratet hat er 1967, sie haben drei Kinder. „Es war in all den Jahren viel Arbeit, es war hart. Aber das wichtigste ist die Familie. Für die Zukunft wünsch ich mir: Gesundheit, ein wenig in die Berge gehen, ab und zu ein gemütliches Beisammensein, und dass die Nachkommen einen guten Weg finden!“

Aloisia Seiwald, geb. 1947, kommt aus einem christlichen Elternhaus. 1978 aber brachte sie eine schwere, langwierige Erkrankung zu einem tiefgreifenden Entschluss: „Wenn ich wieder gesund werde, möchte ich den Glauben ernster nehmen, mehr dafür tun, als aktive Christin leben.“ Sie wird 1987 das erste Mal in den PGR der kath. Stadtpfarre gewählt, und war seither in mehreren Perioden dabei. 1987 war sie Mitbegründerin des Arbeitskreises „Ehe und Familie“ und leitet diesen bis heute. Der Arbeitskreis „Ehe und Familie“ befasst sich mit vielen Themen und Projekten in der Pfarrgemeinde.

Zum Beispiel wurde eine neue Art der Taufvorbereitung eingeführt, in der sich Laienmitarbeiter mit den Tauffamilien treffen, um das Sakrament der Taufe vorzubereiten. „Familiengottesdienste“ wurden eingeführt, Messfeiern welche auch Kinder ansprechen, an denen sie sich beteiligen können.
Für Ehejubilare wird jährlich am 8. Dezember eine Feier gestaltet. Ein Bauernmarkt wird alljährlich zum Erntedankfest abgehalten und unterstützt Projekte der Pfarre.

Ihr liegt „das Verbindende“ in der Pfarre am Herzen: „Ein Glaubensbeispiel geben, dass die Leute spüren können: Im Glauben leben ist beglückend und besteht nicht nur darin, Vorschriften einzuhalten!“ Sie hofft sehr auf ein friedliches Zusammenleben in der Pfarre.

Gefragt, wie sie damit umgeht, wenn ihre Erwartungen und Wünsche nicht erfüllt, nicht verstanden und nicht unterstützt werden, meint sie: „Das muss ich mit meinem Gewissen vereinbaren, wie ich weitermache, wenn es Enttäuschungen gibt. Das tut weh, aber es ist mir zu wichtig, als dass ich einfach aufhören könnte. Man muss halt immer wieder fragen: Wie reagiere ich richtig?“




Die Wäscherbauern, Bernhard und Aloisia Seiwald

Bernhard jr. und Nicole Seiwald: Er ist gelernter Karosseur, arbeitet seit 17 Jahren in der Firma „Schlotterer“ in Adnet als Lagerist. Nebenberuflich ist er Techniker bei der Band „Die Tennengauer“. Sie ist Laborantin. Ende Dezember erwarten sie ihr erstes Kind. Bernhard ist seit Jahren als Chorsänger in der Chorgemeinschaft „Provobis“ aktiv – seit 3 Jahren ist er Obmann. Treue, Geborgenheit, Gesundheit sind ihm wichtig. Er ist sehr naturverbunden, geht gern wandern.

Hermann und Martina Seiwald, eine gebürtige Neualmerin, lernten sich vor 10 Jahren beim gemeinsamen Musizieren kennen; seit der damaligen Zeit sind die beiden ein Paar.
Ihre Hochzeit in der Stadtpfarrkirche Hallein im Jahr 2004 gilt als persönlicher Höhepunkt des gemeinsamen Lebensweges.
„Zeit und Energie finden, die gemeinsamen Ziele zu verwirklichen“, unter diesem Motto stand auch in den letzten drei Jahren ihr „Lebensprojekt Hausbau“ in Hallein-Neualm.
Die Musik ist ein wichtiger Inhalt in ihrem Leben, da beide als Musiklehrer tätig sind:
Hermann unterrichtet am Musikum Hallein Trompete und Flügelhorn, seit acht Jahren leitet er als Kapellmeister die Bürgerkorpskapelle Hallein. Die musikalische Gestaltung bzw. Mitgestaltung von 10-15 kirchlich-liturgischen Feiern im pfarrlichen Jahreskreis mit verschiedensten Musikbesetzungen ist für Hermann seit über 20 Jahren ein besonderes Anliegen.
Martina unterrichtet am BG/BRG Hallein die Fächer Musikerziehung und Chor. Ihre besondere Liebe gilt dem Singen und der Chorleitung; neben dem Männerchor Kuchl und den RinglSingers Kuchl arbeitet Martina auch in unserer Stadt als Chorleiterin mit der Halleiner Liedertafel.

Stefan Seiwald hat eine kaufmännische Lehre bei Porsche Hallein abgeschlossen, war dann im Präsenzdienst bei der Gardemusik Wien. Nach dem Präsenzdienst begann er wieder bei Porsche. Seit 1999 arbeitet er dort als Disponent. In der kath. Pfarre hat er seit jeher gern mitgemacht, steht aber nicht gerne im Mittelpunkt. Er war Ministrant, im Jugend- und Kirchenchor, später im PGR, er ist Kantor. „Das ist normal, das gehört dazu!“ Nicht stehenbleiben in der Entwicklung und Weiterbildung, versuchen in der Gegenwart zu leben, sich für vieles interessieren - das sind seine Wünsche.

Diese und viele andere Familien scheinen wie Batterien, wie die kleinen Energiezellen zu sein, die das Zusammenleben der Menschen verbessern und verschönern, die Wärme und Licht in unser Leben bringen. Mögen sie immer frisch aufgeladen werden und sich nie erschöpfen!


Autor / Quelle: Wilfried Kaaser

Beitrag online bis 31.12.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (11.12.08 - 16.12.08 - ) / 2335 / 560