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 © Helmut Meisl

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Das neue Kolpinghaus - feierliche Einweihung am 18.10.2008


Räume aus dem Mittelalter, renoviert und revitalisiert



18. Dezember 2008 - Dir. DI Wilfried Haertl - „Heimat Österreich“

Durch die Renovierung und Sanierung der Häuser am Schöndorferplatz, wo das Kolping-Schülerheim errichtet wurde, durch die Wohnungs- und Geschäftsbauten an der Europastraße sowie vieler anderer Wohnbauten ist die „Heimat Österreich“ in Hallein wohlbekannt. Direktor Haertl wird mit Ende des Jahres in Pension gehen und berichtet heute über sich und das Unternehmen.

Er hat eine lange Beziehung zu Hallein: Er ist geborener Wiener und hat nach dem Studium der Architektur 15 Jahre in Wien als selbstständiger Architekt gearbeitet. Während dieser Zeit hat er auch als Konsulent die technische Abteilung der gemeinnützigen Baugenossenschaft „EBG“ geführt, die bis heute eine Zweigniederlassung in Hallein hat.
„Damals entstand die Freundschaft mit dem Ehepaar Holzer, dem Stadtrat Holzer, und ich habe dadurch viele Menschen in Hallein kennen- und schätzen gelernt, z. B. Bürgermeister Müller. Wir haben auch einige Bauten in der Dorrek-Straße geplant und ich war für die Sanierung und Erhaltung aller Wohnungen der EBG in Hallein verantwortlich. Mit den Menschen in Hallein kann man gut reden!“

Von BM Zambelli gab es den Hinweis, dass Hallein ein Schülerheim benötigen würde, und nun konnte dies mit dem Kolpingheim am Schöndorfer Platz nach fast 10 Jahren verwirklicht werden.
„Die Verbindung mit Kolping besteht schon seit Wien, und der Bedarf nach einem Schülerheim ist mir als Vater von zwei Söhnen und sechs Enkeln sehr bewusst. Ich selbst stamme aus einer Familie mit drei Kindern, der Vater war im Krieg vermisst, die Mutter hat für uns Kinder gesorgt. Für Kinder auch den Besuch von Schulen in der Ferne zu ermöglichen, so dass die Familien die Kosten tragen können, ist für mich eine Frage von Chancengleichheit!“




Dir. DI Wilfried Haertl

Er wurde der Nachfolger von Dir. Schwendemann bei der „Heimat Österreich“. Die HÖ ist, was wenig bekannt ist, ein gemeinnütziges Unternehmen, das zu 75 % in kirchlichem Besitz ist. Gesellschafter sind die Caritasverbände Salzburg, OÖ, Wien, und das Bistum St. Pölten. Seit 2000 ist der Raiffeisenverband Salzburg mit seiner 100 % Tochter, der „Fremdenverkehrs AG. 25% Mitgesellschafter. Gegründet wurde sie 1951 vom damaligen Direktor der Caritas Salzburg, DDr. Karl Berg, dem späteren Erzbischof von Salzburg. Der Zweck war damals, etwas gegen die drückende Wohnungsnot der vielen Flüchtlinge nach dem Krieg zu unternehmen.
„Ich bekenne mich zu dieser kirchlichen Gesellschaft. Für sie zu arbeiten bedeutet für mich Demut und Engagement: Wir haben den speziellen Auftrag, den Zugang zum Menschen zu finden. „Dem Menschen verpflichtet“ ist nicht nur ein Spruch, sondern ein wirklicher Auftrag. Für uns ist nicht Ertragsoptimierung oberstes Ziel, sondern das Wohl des einzelnen! Wir sind meines Wissens die erste Gemeinnützige in Salzburg, die eine Sozialarbeiterin beschäftigt - wenn unsere Kunden in Schwierigkeiten sind, kommt nicht der Gerichtsvollzieher, sondern jemand, der sich um ihre Probleme kümmert. Es macht stolz und froh, für eine solche Gesellschaft arbeiten zu dürfen!“

Wie sieht Dir. Haertl seine Zukunft?
„Mein Sohn ist Leiter unserer Zweigniederlassung in Wien HÖ, und so werde ich sicher in einige Bereichen eingebunden bleiben. Auch über Kolping und den Sbg. Pressverein wird es weiter Kontakte zur HÖ geben. Aber ich hoffe auch mehr Zeit zu haben, mich mit meinen privaten Dingen zu beschäftigen.“

Wie sieht er die Zukunft der Kirche?
„Es gibt in einigen Bereichen Erfahrungen mit Pfarren und mit der Kirche, die mich beunruhigen. Der Umgang der Kirche mit manchen Menschen - verheiratete Priester, Geschiedene – widerspricht nach meiner Ansicht dem Gebot der Liebe. Mehr Offenheit wäre nötig, und die Ausbildung sollte dringend verbessert werden! Aber es besteht immer die Hoffnung auf eine Weiterentwicklung in der Kirche, man muss manche Dinge reifen lassen. Ich bin jedenfalls guten Mutes und hoffnungsvoll!“


Autor / Quelle: Wilfried Kaaser, nach einem Gespräch mit Dir. Haertl am 17. 11.

Beitrag online bis 31.12.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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