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Im Advent geht es nicht um Stimmung, sondern um Stimmen: Stimmen, die Hoffnung wecken, Stimmen, die zum Träumen locken, Stimmen, die aufmuntern, das Leben zu wagen.
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14. Dezember 2008 - 3. Sonntag im Advent I
Den so strengen, in seiner Konsequenz manchmal einschüchternden Johannes den Täufer erleben wir im Predigttext des 3. Advents, im Matthäusevangelium, ganz menschlich. Er hat „alles auf eine Karte gesetzt“, riskiert buchstäblich sein Leben und möchte Gewissheit.
Das mach ich mal! Bibelwort: Matthäus 11,2-6
Er bittet nicht um Befreiung oder Rettung, sondern möchte Gewissheit. Denn wenn Jesus der ist, den er verkündigt hat, dann können ihm Gefängnis und Tod nichts mehr anhaben. Auch wenn mir selbst kein Gefängnis droht, wenn ich im Glauben nicht Leib und Leben riskiere, Johannes kann ich verstehen. Gewissheit über Jesus zu haben, dass er wirklich der ist, der mein Leben heil macht, der mich rettet, das wäre gerade in den Krisen des Lebens Trost und Erleichterung; Quelle neuen Mutes und neuer Kraft.
Jesus könnte mit einem schlichten Ja antworten, doch das ist ihm – und wäre vielleicht auch Johannes – zu wenig. Er lässt seine Taten für sich sprechen und, so glaube ich, Johannes war überzeugt. Er geht seinen Lebensweg konsequent zu Ende. Gottes Taten auch heute zu Wort kommen zu lassen – dazu lädt uns der Predigttext im Advent ein: Wo geschehen „Wunder“ der Liebe, wo wird die frohe Botschaft lebendig, weil Menschen sich von Gottes Geist bewegen lassen? Das mach ich mal: Aufmerksam werden für Gottes Wirken hier und heute.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Tillmann
Beitrag online bis 23.12.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (11.12.08 - 18.12.08 - ) / 2343 / 217
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