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Frühere Laufbahn beim Militär
Priesterweihe im Dom und Primiz in Neumarkt/W
"...einfach ein guter Priester sein"
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20. Dezember 2008 - Kooperator Rainer Winter
Seit September ist Rainer Winter neuer Kooperator in Hallein. Er berichtet über seine erste Priesterstelle hier in Hallein und seine Hoffnungen, Erwartungen und Wünsche.
Rainer Winter, geb. 1971, hat nach der Matura vorerst die Offizierslaufbahn eingeschlagen und seine Ausbildung beim Jagdkommando Wiener Neustadt absolviert (Fallschirmspringen, Überlebenstraining…). Ist das ein Zeichen, dass er das Extreme, Außergewöhnliche liebt und anstrebt? Eher nicht, meint er, wenn er auch zugibt, dass es ihm nie daran gelegen war, eine möglichst ruhige Kugel zu schieben. „Auf die Dauer beim Militär sein, das wollte ich nicht, das wäre irgendeinmal ein Bürojob geworden. Am meisten ist mir am Umgang mit den Leuten gelegen: Ich war Zugskommandant und habe die Ausbildung von 40 Personen geleitet.“
Nach sechs Jahren hat er die Möglichkeit zum Selbständig-Werden ergriffen, als zwei Freunde mit dem Plan einer Unternehmensgründung im Gastgewerbe an ihn herantraten. Die Gelegenheit hat ihm zugesagt: Selbständig sein, Arbeit mit Menschen, Kommunikation, Unterhaltung. Sieben Jahre hat er hier gearbeitet, hat es gern gemacht, war wirtschaftlich erfolgreich. Hat natürlich auch die negativen Seiten kennengelernt: Die nicht enden wollende Arbeit, die Anstrengung, auch das Risiko. Hat wie viele Männer Beziehungen, Freundschaften, Partnerschaften mit Frauen gehabt.
Er hat 2002 mit dem Studium der Theologie begonnen und ist dann ins Priesterseminar eingetreten. Was hat ihn dazu bewogen? Theologisches Interesse und ein Gebetskreis in Neumarkt, die ihren Einfluss wechselseitig verstärkt haben, scheinen die Ursache gewesen zu sein. Sie haben oft das gemeinsame Stundengebet (= die Gebete der Kirche zu verschiedenen Tageszeiten) verrichtet, er war im PGR, hat in der Alten- und Krankenseelsorge mitgemacht. Alle Teilnehmer stehen mitten im Leben, sind „g´standene Mannsbilder“, keineswegs abgehobene Sonderlinge. Schon mehrere Kollegen aus diesem Kreis sind Priester geworden.
Seinen Glauben, den er durch das Studium grundlegend kennenlernt, bezeichnet er dezidiert als „römisch-katholisch“. Er erlebt ihn als gut und lebensfördernd, bejaht vollinhaltlich die Lehre der Kirche in ihren Dogmen und ihrer Moral, von der Vergangenheit bis zur Gegenwart.

Kooperator Rainer Winter
Warum ist er Priester geworden, und was sind seine Erwartungen? „Ich möchte für die Menschen Dienst tun im Sinne Christi: „Was immer ihr einem der geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan.“ Ich betrachte es als eine besondere Berufung, als einen Dienst: Es war kein Zwang, ich hab mich freiwillig für diesen Dienst entschieden.“
Er spendet gern die Sakramente, hält gern in der Schule Rel.-Unterricht, macht gern die Seelsorge im Krankenhaus und im Altersheim. „Es ist den Menschen wichtig: Man bekommt viel Zuneigung und Dank.“
Und wie geht es ihm an seinem 1. Dienstort Hallein? Hier ist natürlich vieles anders und neu, besonders für jemand, der am Land aufgewachsen ist. Hallein als Stadt aber ist faszinierend in seiner Vielgestaltigkeit: Hier gibt es alles - vom Dorf bis zur Stadt, von der Landwirtschaft bis zur Industrie, vom Kleinen bis zum Großen. Er denkt, er wird wahrscheinlich drei Jahre hier bleiben, dann in eine andere Pfarre kommen. Wenig sonst mag er über seine Zukunft nachdenken. „In einem Jahr schon kann viel geschehen, wer kann sagen, was sein wird? Aber jedenfalls: Karriere machen und so was, das ist nicht mein Ziel.“ Er möchte einfach ein guter Priester sein, so wie er es in seinen kirchlichen Kreisen als Ideal kennengelernt hat.
Autor / Quelle: Wilfried Kaaser, nach einem Gespräch am 11. 12.
Beitrag online bis 31.12.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (19.12.08 - 24.12.08 - ) / 2349 / 739
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