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Weitere Infos zur Storchenparty auf der Homepage des Krankenhauses Hallein
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24. Dezember 2008 - "Storchenparty" - Geburtshilfe-Station im Krankenhaus Hallein
"... da kam die Zeit ihrer Niederkunft und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war" - so erzählt das Weihnachtsevangelium. Um vieles besser geht es den schwangeren Frauen bei uns heute: Sie werden aufmerksam und bestens betreut, das Krankenhaus freut sich über die vielen Frauen, die Hallein für ihre Entbindung wählen. Bei einer "Storchenparty" jeden letzten Donnerstag im Monat können sie das Krankenhaus und die Geburtshilfe-Station kennenlernen.
Am 18. 12. um 19.00 Uhr beginnt die Storchenparty. Langsam füllt sich der Seminarraum im Tiefgeschoß des Krankenhauses: Etwa 40 Frauen sind gekommen, die meisten begleitet von ihrem Partner. Die Stimmung ist unglaublich freudig und erwartungsvoll: Alle Schwangeren sind zum erstenmal hier und warten voll Interesse darauf, wie sich ihnen das Krankenhaus zeigen wird. Sie kommen aus dem ganzen Tennengau, einige auch aus der Stadt Salzburg.
Eine Fachärztin, Krankenschwestern und Hebammen stellen sich vor. Zuerst wird eine kurze Einführung geboten, in der sich die Halleiner Entbindungsstation mit ihren Möglichkeiten und Angeboten präsentiert. Gespannt horchen alle, die Männer halten die Hände ihrer Frauen.
In kleineren Gruppen geht es dann in den 4. Stock: Hier sind die Abteilung für Gynäkologie und die Geburtshilfe-Station.
Man kann das Vorbereitungszimmer kennenlernen: Der Raum, wo sich die Schwangeren nach dem Einsetzen der Wehen aufhalten, in dem sie die weitere Öffnung des Muttermundes abwarten. Alle Räume schauen durchaus nicht nach Krankenhaus aus, sondern beinahe wie ein Wohnzimmer: Gemütlich, warmes Licht, die nötigen medizinisch-technischen Geräte stehen nicht frei umher, sondern sorgsam in Schränken, hinter Türen aufbewahrt.
Dann werden die drei Entbindungs-Räume besichtigt. Groß steht der Entbindungsstuhl da, es gibt aber auch die Möglichkeit einer Geburt in einer großen Wanne mit warmen Wasser: Es steht jeder Frau frei, sich dafür zu entscheiden, wie sie es gerne möchte. Erwartungsvoll lauschen alle, wie die Hebamme es schildert. Es wird über die Möglichkeit eines „Kreuzstiches“ gesprochen: Eine Anästhesie, die eine gewisse Schmerzfreiheit bewirkt. Die Hebamme würde aber nur in gewissen Fällen dazu raten, sie meint: „Eine Geburt ist ein sehr aktiver Vorgang. Die Frau muss selbst aktiv etwas beitragen, kann nicht dem Körper sagen: So, jetzt gebär´ mal schön“.
Es gibt Angebote in Homöopathie und Akupunktur. Natürlich weiß jeder, dass eine Geburt ein schmerzhafter Vorgang ist. Aber durch die völlig normale, unaufgeregte, in gewisser Weise routinierte Schilderung werden Ängste abgebaut und Vertrauen und Zuversicht können wachsen - „so viele Geburten gibt es hier - die können das so gut - ich werde es auch schaffen, ich freue mich beinahe schon drauf!“ Vor der Geburt finden dann die Geburtsvorbereitungskurse statt, man erfährt wann und wo und kann sich anmelden.
Ein Blick in die Wöchnerinnen-Zimmer und die Still-Ambulanz rundet die Führung im 4. Stock ab. Das Stillen der Babys wird hier sehr empfohlen und jederzeit können Frauen hierherkommen, bei denen es beim Stillen Probleme gibt oder die gerne einmal mit anderen Frauen in ähnlicher Lage zusammenkommen möchten.
Am Schluss der Party, wieder im Tiefgeschoß, stehen Getränke und Knabbereien bereit, und es entwickeln sich viele Gespräche. Viele Fragen werden gestellt und diskutiert, vielleicht manche Sorge in den Gesprächen geklärt. Dankbar verabschieden sie sich: Auf Wiedersehen - in einem Monat, in fünf oder vielleicht schon in zwei Wochen ...

Es ist denkbar unnötig, die Frauen und Paare hier nach ihren Hoffnungen und Wünschen zu fragen - sie sind alle so voll „guter Hoffnung“: Dass alles gut gehen möge, dass es erträglich wird, dass das Kind gesund ist!
Wir haben aber einige der hier Beschäftigten befragt.
Heidi Winkler, Diplom-Krankenschwester : „Es gibt hier eine gute Qualität in der Ausbildung, ich absolviere gerade die Stillberatungs-Ausbildung. 98 % der Frauen fangen mit dem Stillen an, und gerade diese Anfangszeit ist wichtig: Wissen vermitteln, Kommunikation fördern, sich Zeit nehmen - das meiste passiert auf der Ebene der Gefühle. Schön wäre es, wenn viele Frauen die sechs Monate Stillzeit durchmachten!“
Maria Niedermüller ist Hebamme: „Wir versuchen, die Frauen gut durch die Geburt zu bringen, damit sie gestärkt daraus hervorgehen. Durch diese schweren Stunden durchzugehen gibt Stärke und eine neue Dimension: Es sind Erfahrungen, die man nur auf diese Weise gewinnen kann. Frauen und Kinder werden so gesund und glücklich.“
Dr. Maria Trattner ist neu als Fachärztin und hat folgedessen jetzt allein viel Verantwortung zu übernehmen. „In der Geburtshilfe geht es oft so schnell, und es bestehen hohe Erwartungen: Alles soll möglichst perfekt und komplikationslos ablaufen. Aber in Wirklichkeit gibt es auch immer wieder schwierige Fälle und Ausnahmesituationen. Die Einstellung in unserer Zeit ist oft allzu sehr auf das Wohlergehen im Hier und Jetzt ausgerichtet, vielen ist nicht bewusst, wie schnell oft alles anders oder auch zu Ende sein kann. Ein gesundes Kind und eine gesunde Mutter - viele betrachten das als eine Selbstverständlichkeit, dabei ist es das höchste Ziel, das wir erreichen können.“
Alles Gute und Gottes Segen für alle, die hier ihr Kind bekommen und für alle, die hier arbeiten! Ihr alle könnt Weihnachten, das Fest der Geburt Christi, in einem ganz tiefen Sinn erfassen - wir wünschen ein gesegnetes Weihnachtsfest!
Autor / Quelle: Wilfried Kaaser, bei der Storchenparty am 18. 12.
Beitrag online bis 31.12.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (23.12.08 - 28.12.08 - ) / 2367 / 697
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