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 © Helmut Meisl

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Nachfolge

Wer glaubt, muss allen Dingen gestorben sein,
dem Guten und dem Bösen,
dem Tod und dem Leben,
der Höll und dem Himmel
und von Herzen bekennen,
dass er aus eigenen Kräften nichts vermag.
Er sieht nichts, sondern ist der finstere Weg.
Er muss von dem gewissen Ufer dieses Lebens
hinüberspringen in den Abgrund,
da kein Fühlen noch Sehen,
noch Fußen noch Stützen ist.

Martin Luther





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Nachfolge

Wer glaubt, muss allen Dingen gestorben sein,
dem Guten und dem Bösen,
dem Tod und dem Leben,
der Höll und dem Himmel
und von Herzen bekennen,
dass er aus eigenen Kräften nichts vermag.
Er sieht nichts, sondern ist der finstere Weg.
Er muss von dem gewissen Ufer dieses Lebens
hinüberspringen in den Abgrund,
da kein Fühlen noch Sehen,
noch Fußen noch Stützen ist.

Martin Luther





22. Februar 2009 - Estomihi I

„Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Dieser Satz beeindruckte und erschreckte mich schon in Jugendjahren, ...

Das mach ich mal!
Bibelwort: Markus 8,31-38

.. rief seinerzeit heldenhafte Bilder von der Nachfolge Jesu hervor, ließ mich nach dem Hören einer Predigt zum Stichwort „sich selbst verleugnen“ verstört zurück – verstanden habe ich ihn lange Zeit nicht. Das Verstehen begann eines Tages auf der Straße: Ein Junge, spastisch gelähmt, im Rollstuhl. Unfähig, diesen selber in Bewegung zu setzen, wurde er von einem etwa gleichaltrigen Mädchen geschoben. Beinahe täglich begegneten mir die Kinder, immer war das Mädchen im Einsatz, sprach freundlich zu dem Jungen, zeigte ihm, was ihr auffiel. Als ich sie fragte, ob sie nicht sehr belastet werde, bekannte sie ohne klagenden Ton, sie würde gern mal für sich sein oder mit Freundinnen spielen oder wild herumrennen. Der Junge sei aber ihr Zwillingsbruder und keine Belastung. Er brauche einfach mehr Hilfe als andere Kinder, und die gebe sie ihm gern. Seit damals sehe und erlebe ich ganz oft Menschen, die, wie dieses Mädchen, „ihr Kreuz auf sich nehmen“, die Eigeninteressen nachordnen und tragen, was ihnen auferlegt ist. Die wenigsten würden wohl ihr selbstverständliches Tun mit der Nachfolge Jesu begründen, und doch denke ich, dass für sie durchaus das Jesuswort gilt: „Wer sein Leben verliert (etwa Eigeninteresse, Lebenspläne zurückstellt) … um des Evangeliums willen, der wird’s erhalten.“





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Gundula Kühneweg

Beitrag online bis 5.3.2009 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (19.2.09 - 26.02.09 - ) / 2433 / 253