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Univ. Prof. Dr. Susanne Heine (Foto: Universität Wien)
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Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben - All(er)heilmittel Christus
4. Vortrag der Fastenaktion 2009 am Dienstag, 24.3.2009 um 20 Uhr im Pfarrzentrum Neualm mit Frau Univ. Prof. Dr. Susanne Heine, Professorin für Praktische Theologie an der Evang.-theologischen Fakultät der Universität Wien
Das Johannesevangelium stellt eine große Meditation über die Gestalt des Christus dar, der mehr ist als ein Prophet. Im Unterschied zu den späteren dogmatischen Lehrbildungen, die mit Begriffen arbeiten, bedient sich der Evangelist einer metaphorischen Bildsprache, durch die er einen geistigen Erkenntnisakt provozieren will. Die Wahrheit, die Christus selbst repräsentiert, kann daher nicht gelernt oder als objektiver Absolutheitsanspruch behauptet werden; sie kann nur einleuchten und entzieht sich der menschlichen Verfügbarkeit. Wenn es dann weiter heißt „…niemand kommt zum Vater, es sei denn durch mich“, wird damit gegenüber Anderen kein Ausschluss formuliert, sondern die Aufforderung, den durch Christus erkannten Liebeswillen Gottes gegenüber allen Menschen im praktischen Leben zu bewähren. Dass Gott nicht nur die Menschen liebt, sondern durch und durch „Liebe ist“, was in der innertrinitarischen Liebesbeziehung zum Ausdruck kommt, steht im Zentrum des Johannesevangeliums: Liebe stiftet Einheit, indem sie die Eigenständigkeit des Anderen respektiert und umfasst.
Autor / Quelle: Univ. Prof. Dr. Susanne Heine
Beitrag online bis 30.4.2009 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (17.3.09 - 24.03.09 - ) / 2452 / 567
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