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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
 Gedanken zum Sonntag
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Wenn Sie wütend auf Sue sind – ist Sue die erste oder die letzte, die davon erfährt?


Ein paar nur
Bei den paar Menschen sein und bleiben, für die paar Menschen sprechen und schweigen, mit den paar Menschen lieben und leiden: Bei uns paar Menschen ist Christus genauso Gegenwart wie bei einer Gottesdienstgroßveranstaltung im Fußballstadion.

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Wenn Sie wütend auf Sue sind – ist Sue die erste oder die letzte, die davon erfährt?


Ein paar nur
Bei den paar Menschen sein und bleiben, für die paar Menschen sprechen und schweigen, mit den paar Menschen lieben und leiden: Bei uns paar Menschen ist Christus genauso Gegenwart wie bei einer Gottesdienstgroßveranstaltung im Fußballstadion.

8. September 2002
23. Sonntag im Jahreskreis


06.09.2002: Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit.

Vielleicht hätte Matthäus in seinen Lehrreden von „Beziehungsarbeit“ und „Konfliktfähigkeit“ gesprochen, wenn ihm damals das Vokabular unserer Tage geläufig gewesen wäre. Dass es ratsam ist, bei zwischenmenschlichen Differenzen und Konfrontationen innerhalb einer Gemeinschaft zunächst im vertraulichen Gespräch nach Verständigung zu suchen, gilt heute kaum anders als vor 2000 Jahren. Sich auf die guten Möglichkeiten von Vergebung und Neuanfang einlassen, heißt zugleich: die menschliche Würde achten und vor Verletzungen und Bloßstellungen schützen.
Das ist nicht immer leicht. Da geht es tatsächlich um das Einüben von Fähigkeiten wie Geduld, Sensibilität und Verschwiegenheit. Das ist mitunter wirklich Arbeit – auch und gerade an uns selbst und an dem, was eine Gemeinde im Innern zusammenhält. Matthäus lässt keinen Zweifel an der Verantwortung, die wir im Umgang miteinander übernehmen. Ebenso lässt er keinen Zweifel an der Gefahr des Scheiterns, in die wir als Menschen trotz aller Fähigkeiten und Arbeit immer wieder geraten. Und wir – wir könnten manchmal gerade an diesen Aufgaben und Grenzen verzweifeln.
Wäre da nicht einer unter uns, der liebevoll die Verkrampfung unserer geballten Fäuste und verbissenen Gesichtszüge lösen will, weil wir uns so viel fröhlicher und entspannter an unsere gemeinsame Beziehung zu Gott erinnern können.





Autor / Quelle: Susanne Brand

Beitrag online bis 19.9.2002 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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