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 © Helmut Meisl

 Pfarrblatt
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Fronleichnam, 11. Juni 2009

Das Wort Fronleichnam kommt aus dem Mittelhochdeutschen:
vrône (fron) = Herr, lîcham = ein lebendiger Leib. Bei diesem Hochfest der katholischen Kirche wird also der (lebendige) „Leib des Herrn“, die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert.


Hochfest des Leibes und Blutes Christi
Feier der Gegenwart Christi

Genauer noch: es feiert den eucharistisch anwesenden Christus als Opfer, Kommunion und als Gegenstand der Anbetung.

Der Donnerstag als Festtermin erinnert an den eigentlichen Gedenktag des Letzten Abendmahls, an dem Christus seine bleibende Gegenwart in den eucharistischen Gaben von Brot (Leib) und Wein (Blut) verkündet und eingesetzt hat, der aber dem bevorstehenden Leiden Jesu wegen, nur in stiller Feierlichkeit begangen wird. Deshalb wurde Fronleichnam auf den zweiten Donnerstag nach Pfingsten gelegt.

Ein wichtiger Teil des Fronleichnamsfestes war seit jeher eine feierliche Sakramentsprozession. Dabei trägt der Priester die Monstranz mit dem Allerheiligsten zu vier im Freien aufgestellten Altären, entsprechend den vier Himmelsrichtungen, die auch die vier Evangelien symbolisieren sollen. Der Priester gibt dabei den Eucharistischen Segen.

Diese „Umzüge“ sind Bekenntnis zum Glauben an die bleibende Gegenwart Christi in der Eucharistie. Die Prozession deutet aber auch an, dass der Glaube an Jesus Christus in die Welt hinaus getragen werden soll.

Das 4. Laterankonzil lehrt
In der hl. Messe findet eine „Wesensverwandlung“ statt. Das heißt, Brot und Wein werden wirklich zur leibhaftigen Gegenwart Jesu Christi gewandelt – obwohl Ausdehnung, Geruch und Geschmack jene von Brot und Wein bleiben. Diese Wesensverwandlung (transsubstantiatio) ist eine bleibende, das heißt solange die äußere Gestalt von Brot bzw. Wein erhalten bleibt, so lange ist Christus darin substantiell gegenwärtig. Deshalb kann die heilige Kommunion auch nach und außerhalb der heiligen Messe verehrt und angebetet werden.





Autor / Quelle: Pastoralassistent Mag. Wilfried Langegger

Beitrag online bis 7.6.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (7.6.09 - 07.06.09 - ) / 2524 / 578