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Wo …
…Menschen sich in ihrer Armut erkennen, wo sie entdecken, dass sie nicht viel in Händen haben – da fangen sie an, ihr Lebensvertrauen ganz und gar auf Gott zu setzen und machen dabei den großen Fang. Er beginnt mit einer Erkenntnis: dass ich das, was ich habe und bin, nicht mir selbst verdanke, sondern geschenkt bekomme.
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12. Juli 2009 - 5. Sonntag nach Trinitatis I
„Auf dein Wort hin“, sagt Petrus zu Jesus und wirft seine Netze noch einmal aus, um Fische zu fangen. Die ganze Nacht hat er mit seinen Kollegen versucht, seinem Beruf nachzugehen und Fische zu fangen, aber ohne Ergebnis.
Ausgelegt! Bibelwort: Lukas 5,1-11
Dann kommt Jesus und sagt: Versuch es bitte jetzt noch einmal. Diese Bitte Jesu ist gegen alle Vernunft. Der Tag ist schon angebrochen, es gibt keine Aussicht auf Erfolg mehr. Aber „auf dein Wort hin“ will Petrus es noch einmal versuchen.
Das ist Glaube: dem Wort alles zutrauen. Dem Wort Gottes vertrauen, auch wenn alle Vernunft dagegen spricht. Manchmal leuchtet das Wort Gottes ja unmittelbar ein. Es trifft dann sozusagen ins Schwarze, und wir glauben es und befolgen es auf der Stelle. Aber manchmal ist ein Satz Jesu auch „wider alle Vernunft“, wie zum Beispiel der Satz, dass man seine Feinde auch zu lieben versuchen kann. Da regt sich viel Abwehr. Da warnt uns die Vernunft. Glaube ist aber mehr als vernünftig sein. Damit ist nicht die Unvernunft gemeint, sondern all das, was höher ist als meine Vernunft: der Wille Gottes eben. Wenn der meine Liebe will, dann sollte ich nicht dagegen sein, auch wenn noch so viel dagegen spricht. Wer Menschen fischen will, braucht Liebe gerade dann, wenn die Vernunft am Ende scheint. Liebe ist die höhere Vernunft.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen / Michael Becker
Beitrag online bis 23.7.2009 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (9.7.09 - 16.07.09 - ) / 2544 / 202
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