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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
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Anleitung zur Liebe

Das Undenkbare denken,
das Unmögliche möglich machen,
das Begrenzte entgrenzen,
Augen, Herzen und Hände öffnen.




26. Juli 2009
17. Sonntag im Jahreskreis
Lesejahr B
1. Lesung: 2. Könige 4,42-44
2. Lesung: Epheser 4,1-6
Evangelium: Johannes 6,1-15

26. Juli 2009 - 17. Sonntag im Jahreskreis

Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten, ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brotstücke, damit nichts verdirbt. Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Stückchen, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren.

Ausgelegt!
Bibelwort: Johannes 6,1-15

Es gibt einen herrlichen Witz zu dieser Wundergeschichte. Der Pfarrer predigt über die Geschichte und verspricht sich dramatisch, als er sagt: Unser Herr hat mit fünftausend Broten und zweitausend Fischen viele Menschen satt gemacht. Ein Mann in der Gemeinde lacht laut. Der Pfarrer ist beschämt. Am kommenden Sonntag korrigiert sich der Pfarrer und sagt: Unser Herr hat mit fünf Broten und zwei Fischen tausende Menschen satt gemacht. Dann fügt er hinzu und schaut den Lachenden von letzter Woche direkt an: Das hätten Sie nicht gekonnt. Doch, antwortet der Mann, mit dem Rest vom letzten Sonntag.

Beides stimmt. Das, was Jesus hier tut, hätte keiner sonst gekonnt. Und das andere stimmt auch: Von den Resten dieses außergewöhnlichen Festes leben wir noch heute. Wir leben von dem Überfluss, den Jesus damals der Welt schenkte. Von dem Überfluss an guten, das Leben tragenden und erfüllenden Worten; und von dem Überfluss an Mitgefühl, das Jesus zeigt. Die Kirche Jesu Christi auf Erden verwaltet und gestaltet, was von seinem Leben auf Erden übrig blieb – und nennt das mit dem schönen und treffenden Wort „Sakramente“, heilige Zeichen also. Auch das Brot der Eucharistie ist „Rest“ von dem, was Jesus übrig ließ. Davon leben wir – und danken Gott für so viel Güte.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen / Michael Becker

Beitrag online bis 23.8.2009 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (23.7.09 - 30.07.09 - ) / 2549 / 189