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Lieben, bis es weh tut
Es ist kein Opfer, vom Überfluss abzugeben. Wohltätig ist nur der, wer abgibt, was er nicht entbehren kann. Mutter Teresa nannte es so:
Lieben, bis es weh tut.
8. November 2009 32. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr B 1. Lesung: 1. Könige 17,10-16 2. Lesung: Hebräer 9,24-28 Evangelium: Markus 12,38-44
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8. November 2009 - 32. Sonntag im Jahreskreis
Als Jesus einmal im Tempel dem Opferkasten gegenübersaß, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel. Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein. Er rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle anderen.
Ausgelegt! Bibelwort: Markus 12,38-44
Auf einer Taufe war die kirchenferne Freundin aus der Ex-DDR zum ersten Mal wieder mit Kirche konfrontiert. „Dabei war ich vor der Wende total religiös und kirchlich engagiert!“, erzählt sie. „Aber dann wurde mir das alles zu politisch. Ich hab’ es eigentlich immer geschätzt, dass in der Kirche eine andere Sprache üblich war, über andere Themen geredet wurde als im Alltag.“ Soziale und politische Appelle, Klagen über finanzielle Engpässe und zu wenige Kirchenbesucher will sie nicht hören, wenn sie in der Kirchenbank sitzt: „Christen sollen Optimismus ausstrahlen und von ihrem Glauben Zeugnis geben, das brauche ich!“
Diesen Satz meiner Freundin im Ohr höre ich das Evangelium vom heutigen Sonntag ganz anders. Da ist das „Scherflein der armen Witwe“ auf einmal nicht mehr der Appell an meine Spendenbereitschaft angesichts der materiellen Sicherheit, die ich genieße. Die Witwe gibt ihren ganzen Lebensunterhalt – und vertraut darauf, dass Gott sie hält und trägt. Sie gibt ein mutiges, aber ganz unspektakuläres Zeugnis für ihren tiefen Glauben an Gottes Güte – ganz im Gegensatz zu den Theologen und religiösen Amtsträgern ihrer Zeit. Welches Zeichen meines Gottvertrauens gebe ich?
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen / Christina Brankamp
Beitrag online bis 5.12.2009 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (5.11.09 - 12.11.09 - ) / 2619 / 253
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