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Zweiter Advent
Macht offen alle Tore für das zweite Licht, dass es den Kreislauf der Ichsucht durchbricht.
Zeit der Erfüllung
Johannes bringt mehr als nur eine Erinnerung an die Zeiten der Befreiung und der Gnade. Er kündigt eine neue Zeit der Gnade an als Erfüllung aller vergangenen Zeiten. Der Auszug aus Ägypten war im Vergleich mit dem, was nun geschehen wird, nur ein Vorzeichen. Nun kommt Gott wahrhaftig. Johannes ist die Stimme des Rufers in der Wüste: Bereitet unserem Gott die richtigen Pfade. Denn der Weg, der bereitet werden muss, ist nicht mehr ein Wüstenpfad, der innerhalb eines Jahres verwehen kann, sondern ein Weg im Innern des Menschen, der bestehen bleibt. Dieser Weg heißt Bekehrung.
6. Dezember 2009 Zweiter Advent Lesejahr C 1. Lesung: Baruch 5,1-9 2. Lesung: Philipper 1,4-6.8-11 Evangelium: Lukas 3,1-6
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6. Dezember 2009 - Zweiter Advent - Lesejahr C
Da erging in der Wüste das Wort an Johannes, den Sohn des Zacharias. Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündete dort überall Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. So erfüllte sich, was im Buch der Reden des Propheten Jesaja steht: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!
Ausgelegt! Bibelwort: Lukas 3,1-6
Johannes der Täufer ist für mich – von Jesus abgesehen – die eindrucksvollste Gestalt des Neuen Testaments. In seinem heiligen Ernst, der den eigenen Lebensstil mit einschließt, ist er einer der wenigen wirklichen Propheten der Neuzeit. Er weiß, dass die Zeit Israels als des alleinigen Volkes Gottes erfüllt ist; er weiß, dass etwas völlig Neues kommen wird. Und Johannes erkennt im rechten Augenblick, wie und mit wem die rechte Zeit anbricht. Er ist schon lange bereit, sein Körper auch. Er ist wirklich, im tiefsten Sinne des Wortes, „gespannt“ auf Jesus.
Johannes weiß, dass mit Jesus die Welt und alles Denken in der Welt auf den Kopf gestellt wird. Er kündigt es an: Berge sollen sich senken, Schluchten aufgefüllt werden. Nichts bleibt, wie es ist. Das Krumme wird gerade und alle Menschen werden das Heil sehen. Sagt Johannes. Aber die Menschen werden das Heil nicht sehen, wenn sie wegsehen, nur noch einkaufen, Advent zum Rummelplatz machen. Wir werden das Heil sehen und fühlen, wenn wir es brennend erwarten und unser Leben danach ausrichten. Advent ist mehr Stille, mehr Erwartung. Advent ist die Sehnsucht, das Leben an Gott anlehnen zu dürfen. Wie Johannes es tut. Mit Gebet und Bescheidenheit bringt er sein Warten zu. Und wird belohnt. Der Heiland kommt zu ihm. Und wird sein Freund.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen / Michael Becker
Beitrag online bis 3.1.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (3.12.09 - 10.12.09 - ) / 2649 / 298
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