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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
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Ein echter Weltverbesserer

Noch so ein Demagoge, so ein unverbesserlicher Weltverbesserer? Einer wie die vielen selbsternannten und professionellen Politpropheten mit ihren düsteren Prognosen vom Untergang des Kapitalismus als dem Untergang der Welt? Nur so ein Armen- und Witwenvertröster mit billiger Hinhaltetaktik? Ja, er ist Weltverbesserer, aber ein echter,
ja, er ist Prophet, aber ein wahrer, ja, er ist Tröster, aber ein aufrichtiger, weil er selbst gelebt hat, was er fordert. Ihm können wir glauben, ihm können wir trauen, ihm können wir folgen.




14. Februar 2010
Sechster Sonntag im Jahreskreis
Lesejahr C
1. Lesung: Jeremia 17,5-8
2. Lesung: 1. Korinther 15,12.16-20
Evangelium: Lukas 6,17.20-26

14. Februar 2010 - Sechster Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr C

In jener Zeit stieg Jesus mit seinen Jüngern den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen, und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon strömten herbei. Jesus richtete seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes.

Ausgelegt!
Bibelwort: Lukas 6,17.20-26

Für den Evangelisten Lukas ist Jesus der große Heiland der Menschen. Natürlich aller Menschen, aber doch besonders der Heiland der kleinen Leute: der Betrunkenen in den Straßen und auf den Parkbänken; der Bettler in der Einkaufstraße; der seelisch Gestörten, die dauernd mit sich selber reden; all der Frauen und Männern also, die aus der Welt gefallen sind und das nur noch mühsam verbergen können. Zu ihnen tritt Jesus, um ihnen nur einen kleinen Satz zu sagen: Selig seid ihr!

Ist das zu „modern“ gedacht? Ich glaube nicht. Im Gegenteil glaube ich, dass es Jesus auch heute bitter ernst ist mit seinen Seligpreisungen und Weherufen. Am deutlichsten wird Jesus immer dann, wenn Menschen ihre Lebensrechnung „ohne den Wirt“ machen, also nicht mit Gott rechnen. Die alles Gute sich selber zurechnen und für alles Üble anderen die Schuld geben. Die also niemals aus ihrer Welt fallen, sondern ihre Welt zur alleinigen erklären und alles Gefühl für anderen verloren haben. Da kann Jesus richtig böse werden – wie er anrührend milde ist zu denen, die sich zu verlieren drohen. Ihnen gilt die höchste Seligkeit, selbst wenn sie Schuld tragen. Selig seid ihr, sagt ihnen Jesus. Euer Lohn für alle Mühsal kommt noch.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen / Michael Becker

Beitrag online bis 11.3.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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