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 © Helmut Meisl

 Evangelische Gemeinde
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Was hier so leicht aussieht, bleibt immer ein Geschenk; das größte und bedeutendste Geschenk, das Gott uns machen kann: Die Liebe. Die Liebe ist mehr als ein Gefühl; sie ist eine Einstellung zur Welt und zum Leben.
Liebe ist die angemessene Zuwendung zu denen, die so bedürftig sind wie ich.





14. Februar 2010 - Estomihi (Sonntag vor der Passionszeit) II

Wie ein frisch verliebtes Paar sitzen die beiden Händchen haltend auf dem Sofa, sprechen übers Kennenlernen und die Erwartungen der Eltern, können ihren Trauspruch auswendig aufsagen.

Ausgelegt!
Bibelwort: 1. Korinther 13,1-13

Unvermittelt wendet sich der Mann seiner Frau zu, strahlt übers ganze Gesicht, erklärt feierlich: „Dich würde ich auf der Stelle wieder heiraten! Du bist meine große Liebe.“ Die Angesprochene, ein wenig verlegen wegen dieser Liebeserklärung in Anwesenheit der Pfarrerin, lächelt ihren Liebsten an und bestätigt: „Ja, für uns gilt, was in der Bibel steht: Glaube, Hoffnung, Liebe braucht man. Die Liebe ist das Größte.“ Selten sind mir Menschen begegnet wie jenes Paar, das nicht etwa getraut werden will, sondern das Fest der Eisernen Hochzeit feiert. Seit 65 Jahre gehen sie ihren Lebensweg gemeinsam – der über weite Strecken allem anderen als einem Waldspaziergang glich. Die beiden alten Menschen wissen viel zu berichten: vom Wachsen ihrer Gemeinschaft, von den „Früchten ihrer Liebe“, wie sie sagen und Kinder, Enkel, Urenkel meinen. Auch von Herausforderungen und Belastungen, Krankheiten und Tragödien, denen sie sich stellen mussten. In jenen Zeiten seien sie froh gewesen über die Erfahrung, im Glauben verankert zu sein und die Hoffnung nicht zu verlieren. Und dass die Liebe alles zu tragen vermag, die Liebe zueinander und mehr noch die Liebe, die Gott schenkt, das haben sie in ihrem Leben erfahren – und dafür wollen sie danken. Die Liebe ist eben das Größte.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen / Gundula Kühneweg

Beitrag online bis 25.2.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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