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 © Helmut Meisl

 Evangelische Gemeinde
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Erde

Premiere der Neuproduktion des ELtheater Hallein in der Evangelischen Kirche Hallein am 19.März um 19:30h "Erde" von Karl Schönherr unter der Regie von Kurt Schwaiger

Auführungstermine:
  • 19., 20., 21. März 2010, 19:30h
  • 24., 27., 28. März 2010, 19:30h

    Die bäuerliche Komödie „Erde“ entstand 1907. Sie zeichnet eine Szenerie der Alpenwelt mit expressionistischen und symbolistischen Elementen und ist ein geglückter Versuch, das ländliche Milieu bühnengerecht einem großen Publikum nahezubringen. Eine neue „Volksschicht“, der vierte Stand, sollte in das gesellschaftliche Spiel des Theaters gebracht und für die Oberschicht interessant gemacht werden. Was Gerhard Hauptmann mit „Die Weber“ gelang, war auch bei Karl Schönherr mit „Erde“ eine Erfolgsgeschichte. Beide Dichter nahmen sich der mittellosen, schutzlosen, unterdrückten Kreatur in einer Zeit an, in der Sozialkritik noch kein Thema war.

    Trotzdem wird niemand Gerhard Hauptmann einen Arbeiterdichter oder Karl Schönherr einen Bauerndichter nennen.

    Bei den gerne als Heimatdramen bezeichneten Werken Schönherrs sind die oft geschichtlichen Hintergründe lediglich Rahmen für das Verhalten der Menschen und ihrer schicksalhaften, oft selbst verschuldeten Leiden. „Erde“ war der große Wurf, der später nur noch vom „Weibsteufel“ übertroffen und auf allen Bühnen im deutschen Sprachraum aufgeführt wurde. Hier tritt bereits ein sarkastischer Humor zutage, der auch in späteren Werken festzustellen ist.

    Josef Kainz spielte den alten Grutz bei der Erstaufführung im Burgtheater. „Erde“ wurde mit dem deutschen Schillerpreis ausgezeichnet.


    Inhalt

    Der Bauer Grutz hält seinen Sohn Hannes für nicht fähig, den Bauernhof zu führen, und denkt daher nicht an Übergabe. Zudem fühlt er sich selbst noch rüstig genug für die schwere Bauernarbeit.

    Trotzig setzt er sich über die Pläne der Jungen hinweg und erkennt nicht den Schaden, den seine Sturheit anrichtet.

    „Du bist kein Bauer und du wirst kein Bauer“, sagt er seinem durch die langen Jahre der Knechtschaft demoralisierten Sohn und lässt auf dem Grutzenhof keinerlei Hoffnung auf Veränderung aufkommen.

    Als der Bauer von einem Ross schwer verwundet wird, wittern die Mägde am Hof ihre Chance, doch noch Bäuerin zu werden, endlich nicht mehr nur für andere arbeiten zu müssen, sondern auf eigener „Erde“ gebieten zu können. Das Ziel scheint nahe.


    Mitwirkende

  • der alte grutz: walter petri
  • hannes, sein sohn: markus schwarz
  • mena, wirtschafterin: alexandra schwaiger
  • trine, magd: gerlinde steinberger
  • der oberknecht: helmut mitsch
  • der rossknecht: robert priewasser
  • das knechtl: anna frommann
  • das eishofbäuerl: h. c. kröss
  • das totenweibl: monika wintersteller
  • der totengraber: wolfgang del negro
  • der tischler und der arzt: klaus holzer

    regie: kurt schwaiger
    assistenz: bettina pann

    musik: ingeborg weber
    licht: gerda schwaiger
    kostüme: alexandra schwaiger


    Für die Hilfe bei der Erstellung der Beleuchtung bedanken wir uns bei Helfried Hassfurther.

    Die Kostüme stammen zum größten Teil vom Theater „bodi end sole“. Das ELtheater bedankt sich dafür herzlich bei Christa Hassfurther.


    Information und Karten

    Kulturforum Tel.: 06245/80 8 82
    Karten-Telefon: 06245/85 3 9




    Autor / Quelle: Kurt Schwaiger

    Beitrag online bis 1.4.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
    P 5 (28.2.10 - 28.03.10 - ) / 2722 / 414