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 © Helmut Meisl

 Evangelische Gemeinde
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Der Gekreuzigte mit dem Siegeskranz
Der König mit der Dornenkrone.
Der nur das Gute wollte, stirbt den Verbrechertod.

Mit dem Palmsonntag beginnt eine Woche voller Absurditäten und scheinbarer Widersprüche, die im Geheimnis des Glaubens gipfeln:

Durch den Tod siegt das Leben.





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Der Gekreuzigte mit dem Siegeskranz
Der König mit der Dornenkrone.
Der nur das Gute wollte, stirbt den Verbrechertod.

Mit dem Palmsonntag beginnt eine Woche voller Absurditäten und scheinbarer Widersprüche, die im Geheimnis des Glaubens gipfeln:

Durch den Tod siegt das Leben.





28. März 2010 - Palmarum (Palmsonntag) II

Als der Europäische Gerichtshof im Herbst letzten Jahres das Aufhängen von Kreuzen in italienischen Klassenzimmern untersagte, ging ein Aufschrei durch die religiöse Landschaft. Das Kreuz wäre doch das Symbol der humanistischen, abendländischen Kultur.

Ausgelegt!
Bibelwort: Philipper 2,5-11

In der Aufregung um den Skandal wurde kaum bemerkt, dass diese „weichgespülte“ Begründung für die Bedeutung des Kreuzes der zweite Skandal ist. Gut, dass uns der Philipperbrief heute am Palmsonntag die wahre Bedeutung in Erinnerung ruft. Nicht umsonst reden wir von der Passionszeit, die mehr ist als eine Oster-Vorbereitungszeit. Ostern können wir nur feiern, wenn wir uns auch dem Kreuz aussetzen. Oder wie es Nietzsche sagte: „Nur wo Gräber sind, gibt es Auferstehungen.“

Irritierend ist in diesem alten Hymnus das Wort „Gehorsam“. Als hätte Jesus unmenschliche Schmerzen gelitten, weil sein Vater ihn dazu verpflichtet hätte. Doch Jesus hat sich freiwillig für den Weg der Liebe entschieden – mit allen Konsequenzen. Und auf dem Weg, den Jesus vor Ostern freiwillig gegangen ist, können wir ihn entdecken – im eigenen Leid und im Leid anderer, das wir solidarisch mittragen. Wenn wir das machen, dann können wir vielleicht auch einmal mit Paulus sagen: Dieser Jesus ist von Gott erhöht worden. Damit ist ein großes Hoffnungszeichen gesetzt über alle Zweifel und Angst. Damit ist nicht mehr zum Scheitern verurteilt, wer sich freiwillig in Niedrigkeit begibt.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen / Peter Kane

Beitrag online bis 8.4.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (25.3.10 - 01.04.10 - ) / 2748 / 380