Diese Seite als Druckausgabe
Nicht unserer Hoffnungen werden wir uns einstmals zu schämen haben, sondern unserer ärmlichen und ängstlichen Hoffnungslosigkeit, die Gott nicht zutraut, die in falscher Demut nicht zugreift, wo Gottes Verheißungen gegeben sind.
Dietrich Bonhoeffer
|
11. April 2010 - Quasimodogeniti (1. Sonntag nach Ostern) II
Was haben wir davon, dass Jesus von den Toten auferweckt wurde? So fragten sich die ersten Christen etwa im Jahre 90 nach Jesus, sechzig Jahre nach der Auferweckung.
Ausgelegt! Bibelwort: 1. Petrus 1,3-9
Wir sind getauft, haben vielleicht unseren alten Glauben verlassen, suchten ein besseres Leben – und was geschieht? Es geht uns nicht besser; wir werden auch krank, sterben sogar. Was haben wir also davon, dass wir uns zu Gott halten?
Solche Fragen, die es auch heute gibt, dürfen wir nicht zu schnell beiseite wischen. Es sind ernste Fragen. Der Mensch des 21. Jahrhunderts will „etwas davon haben“, wenn er sich für den Glauben einsetzt, zur Kirche geht, seine Kinder taufen lässt und vielleicht ein Ehrenamt in der Gemeinde ausübt. Darum bekommt er vom Apostel Petrus auch eine deutliche Antwort: Wir haben etwas davon, nämlich eine „lebendige Hoffnung“. Lebendig ist hier das alles entscheidende Wort. Hoffnung haben viele, unsere ist lebendig. Jesus lebt, will das sagen. Er lebt mit und bei Gott. Für uns heißt das: In jedem Augenblick meines Lebens, auch im für meine Augen schlimmsten Augenblick, weicht Gott nicht von meiner Seite. Das ist sein Taufversprechen. Und was immer mir schlimm vorkommt: Gott wird es zum Guten, ja zum Besten für mich wenden. Keine Hoffnung auf Erden ist lebendiger.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen / Michael Becker
Beitrag online bis 22.4.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (8.4.10 - 15.04.10 - ) / 2759 / 351
|