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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
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Festhalten!

Freeclimber verlassen sich bei ihren Kletterpartien allein auf die Kraft ihrer Hände und Beine. Sie krallen sich am Felsen fest; nur so können sie einen Absturz vermeiden. Ein schönes Bild für die Intensität, mit der wir uns am Wort Gottes festhalten dürfen. Dann sind selbst schwierigste Felswände zu meistern.




9. Mai 2010
Sechster Sonntag der Osterzeit
Lesejahr C
1. Lesung: Apostelgeschichte 15,1-2.22-29
2. Lesung: Offenbarung 21,10-14.22-23
Evangelium: Johannes 14,23-29

9. Mai 2010 - Sechster Sonntag der Osterzeit - Lesejahr C

Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch.

Ausgelegt!
Bibelwort: Johannes 14,23-29

Gott hat zwei Wohnungen. Eine davon, daran werden wir am nächsten Donnerstag erinnert, im Himmel. Und die zweite, darauf verweist uns Jesus im heutigen Evangelium, in unseren Herzen. Und damit wir das nicht vergessen in der „Heimatlosigkeit des Alltags“, in dem wir oft nicht zur Ruhe kommen und nicht bei uns selbst zu Hause sind, sendet uns Gott seinen Geist, der uns daran erinnert, und hinterlässt uns seinen Frieden, durch den wir zur Ruhe kommen können. Weil Gott bei uns wohnt, sind wir bei ihm zu Hause, ist er unsere Heimat, in der wir verwurzelt sind. Christliches Leben ist immer ein Heimweg.

In meinem Leben gibt es zwei Orte, an denen ich dies besonders intensiv erfahren kann: das Gebet und der Gottesdienst. Im Gebet und im Gottesdienst erlebe ich immer wieder Momente, die mich an meine Kindheit erinnern: die Erfahrung absoluten Angenommenseins. Was muss ich dafür tun? Gar nichts, denn solche Gotteserfahrungen sind immer Geschenk. Kann ich etwas dafür tun? Das Gebet und den Gottesdienst immer wieder aufsuchen, ganz da zu sein. „Es ist nicht Gottes Plan, dass Ihr Herz als Nomade umherstreift. Gott will nicht, dass Sie in der Kälte bleiben, sondern dass Sie zu ihm hereinkommen und bei ihm wohnen“ (Max Lucado).





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen / Michael Tillmann

Beitrag online bis 6.6.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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