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Man muss eins von beiden: Brennen oder faulen. Wer möchte nicht lieber brennen?
Joseph Conrad
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23. Mai 2010 - Pfingsten II
Erinnern Sie sich noch an das Tief Daisy, das Anfang des Jahres nicht nur die Schlagzeilen beherrschte? Bilder von Stürmen, Schneeverwehungen und damit einhergehendem Chaos kommen mir in den Sinn – und die Nachricht vom Stromausfall, unter dem europaweit hunderttausende Menschen litten.
Ausgelegt! Bibelwort: Apostelgeschichte 2,1-18
Die meisten wenige Stunden, andere auch länger. Stromausfall bei Eiseskälte. Ein Alptraum. Nichts geht mehr, auch nicht die Heizung. Anfangs hält vielleicht die Hoffnung auf schnelle Fehlerbeseitigung in Bewegung. Sich in Decken hüllen, zusammenrücken mag später eine Weile helfen gegen den durch alle Ritzen kriechenden Frost. Lähmung wird spürbar – und wachsende Furcht vor dem, was passieren könnte. Wie beglückend, ja befreiend wird der Moment erlebt, in dem der Strom wieder fließt, die Heizung anspringt.
Gelähmt, im geschlossenen Raum aneinandergedrängt wie beim Stromausfall im tiefsten Winter, wirkten die Freunde und Freundinnen Jesu, je mehr Zeit nach Ostern ins Land zog. Erst als endlich der Strom fließt, Gottes Geist sie sturmstark und feuerzungenwarm bis ins Innerste durchdringt, kommen sie wieder in Bewegung, sogar richtig in Schwung, steckt ihre Begeisterung unzählige Menschen an. Und auch wenn in der Kirche manchmal Zweifel daran besteht, seit Pfingsten gilt: Nie wieder Stromausfall, Gottes Geist fließt unablässig. Mich wundert, dass diese Zusage uns nicht viel mehr in Bewegung bringt.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen / Gundula Kühneweg
Beitrag online bis 3.6.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (20.5.10 - 27.05.10 - ) / 2787 / 242
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