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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
 Gedanken zum Sonntag
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Grenzübertreter wie Jesus

Grenzübertreter wie Jesus
suchen nicht das, was unterscheidet –
wie Geschlecht oder Bildung –,
sie suchen, was eint: den Glauben an Gottes Wort.

Grenzübertreter wie Jesus
brauchen nicht das, was bindet –
wie die Herkunft oder Besitz –,
sie brauchen, was befreit: ein Leben in Gottes Liebe.

Grenzübertreter wie Jesus
klammern nicht an dem, was fesselt –
wie Familie oder Beruf –,
sie folgen dem, was ruft: das Handeln nach Gottes Wort.




13. Juni 2010
Elfter Sonntag im Jahreskreis
Lesejahr C
1. Lesung: 2. Samuel 12,7-10.13
2. Lesung: Galater 2,16ac.19-21
Evangelium: Lukas 7,36 – 8,3

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Grenzübertreter wie Jesus

Grenzübertreter wie Jesus
suchen nicht das, was unterscheidet –
wie Geschlecht oder Bildung –,
sie suchen, was eint: den Glauben an Gottes Wort.

Grenzübertreter wie Jesus
brauchen nicht das, was bindet –
wie die Herkunft oder Besitz –,
sie brauchen, was befreit: ein Leben in Gottes Liebe.

Grenzübertreter wie Jesus
klammern nicht an dem, was fesselt –
wie Familie oder Beruf –,
sie folgen dem, was ruft: das Handeln nach Gottes Wort.




13. Juni 2010
Elfter Sonntag im Jahreskreis
Lesejahr C
1. Lesung: 2. Samuel 12,7-10.13
2. Lesung: Galater 2,16ac.19-21
Evangelium: Lukas 7,36 – 8,3

13. Juni 2010 - Elfter Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr C

Jesus sagte: Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner, der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig. Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben? Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr erlassen hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast recht.

Ausgelegt!
Bibelwort: Lukas 7,36 – 8,3

Eine Frau wird handgreiflich. Noch dazu eine, die im Haus eines anständigen Mannes und gottesfürchtigen Theologen nichts zu suchen hat. Das weiß sie auch. Sie schleicht sich von hinten an Jesus heran. Sie wagt es nicht, sich auf Augenhöhe zu begeben, bleibt zu seinen Füßen hocken und macht sich zur Sklavin: Sie wäscht mit ihren Tränen und ihren Haaren die staubigen, verschwitzten Füße Jesu. Sogar das Salböl bringt sie noch selbst mit. Und Jesus lässt sie gewähren. Mehr noch: Er nennt sie ein Vorbild für andere. Der Gastgeber, ein stolzer, selbstgerechter Pharisäer, lässt es an den einfachsten Höflichkeitsriten fehlen und beleidigt damit nach orientalischem Brauch seinen Gast schwer. Und hält sich trotzdem für etwas Besseres als die Frau, die ja schließlich eine stadtbekannte Sünderin ist.

Aber in Jesu Augen ist wieder einmal alles ganz anders. Die Sehnsucht der Frau, ihm nahe zu sein, vielleicht ein gutes Wort von ihm zu hören, ihre zärtliche Sorge um einen müden, kaum umsorgten Gast, wiegt alle anderen Taten auf. Sie kann hoch erhobenen Hauptes weggehen von der Festgesellschaft, während sich die anderen in Grund und Boden schämen müssten. Aber davon wird im Evangelium nichts erzählt. Die Umkehr, das Erkennen der eigenen Lieblosigkeit und Überheblichkeit, ist halt eine schwierige Sache. Auch für uns.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen / Christina Brankamp

Beitrag online bis 10.7.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (10.6.10 - 17.06.10 - ) / 2799 / 246