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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
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Selbst euren Staub lassen wir zurück!

„Wir wollen nichts von euch. Wir hätten euch etwas gebracht, hätten euch die frohe Botschaft gebracht. Doch wenn ihr nicht wollt, wenn ihr uns nicht einmal anhören wollt … wir wollen nichts von euch, wir wollen nicht einmal euren Dreck.“

Die Einladung Gottes nicht anzunehmen, ist fatal, doch gibt es keinen Zwang. Selbst den Staub eurer Stadt lassen wir euch zurück – biblische Grundlegung moderner Religionsfreiheit.




4. Juli 2010
14. Sonntag im Jahreskreis
Lesejahr C
1. Lesung: Jesaja 66,10-14c
2. Lesung: Galater 6,14-18
Evangelium: Lukas 10,1-12.17-20

4. Juli 2010 - 14. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr C

Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs. Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus!

Ausgelegt!
Bibelwort: Lukas 10,1-12.17-20

Jesus sendet Jünger aus, vermutlich sogar Jüngerinnen, auch wenn das nicht der Erwähnung wert war damals. Und er warnt sie: Nicht alle werden euch aufnehmen. Darum seid auf der Hut, aber richtet niemanden. Nach einiger Zeit kommen Jünger zurück und erzählen Jesus verwundert: Herr, sogar die bösen Geister gehorchen uns. Ja, sagt Jesus, und darum werden eure Namen auch im Himmel geschrieben sein.

Zweitausend Jahre sind seit dieser Geschichte vergangen. Darum wirkt sie auf uns etwas fremd. Was eigentlich in dieser Geschichte geschieht, wenn man auf ihren Kern sieht, ist aber zeitlos schön: Wer im Namen Gottes denkt, fühlt und handelt, hat seinen guten Geist an seiner Seite. Ist unschlagbar, wie der Volksmund das ausdrückt. Wer nicht immer im eigenen Namen unterwegs ist, um seine Schäfchen ins Trockene zu bringen, sondern auch darauf achtet, dass es anderen gut geht, der ist auf der besseren Seite. Nicht immer auf der sicheren Seite, aber auf der besseren. Denn der Name ist im Himmel geschrieben. Der Himmel, also Gott, kennt die Seinen und die, die im Namen Gottes denken, fühlen und handeln. Das ist gut zu wissen. Wer Gott vertraut, muss sich über seine Kräfte dann keine Sorgen mehr machen.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen / Michael Becker

Beitrag online bis 1.8.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (1.7.10 - 08.07.10 - ) / 2809 / 269