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Dankbarkeit kennt keinen Tellerrand. Sie ist von globaler Bedeutung. Sie nimmt die Welt in den Blick. Dankbarkeit und Teilen gehen Hand in Hand.
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3. Oktober 2010 - 18. Sonntag nach Trinitatis II / Erntedank
Ich teile mit meinem Nächsten, ich gebe etwas ab – weil ich die Notwendigkeit einsehe, aus Solidarität oder Mitgefühl, weil es gerecht oder meine Pflicht ist.
Ausgelegt! Bibelwort: 2. Korinther 9,6-15
So kenne ich es. Und ich denke, vielen geht es so mit dem Geben, denn es ist menschlich. Doch im 2. Korintherbrief zeichnet der Apostel einen anderen Horizont, Gottes Horizont: Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Nur, wie soll das gehen? Fröhlichkeit kann ich nicht erzwingen. Wie werde ich ein fröhlicher Geber? Indem ich zunächst ein fröhlicher Empfänger bin. Und zunächst einmal darüber nachdenke, was mir alles geschenkt wird. Und erkenne, dass nicht alle guten Gaben, die ich empfangen habe und empfange, ob materiell oder nicht, selbstverständlich sind. Sondern ein Grund zur Freude. Ich darf mich fröhlich beschenken lassen. Ein Geschenk muss mir nicht peinlich sein. Peinlich wird es erst dann, wenn auf das fröhliche Empfangen nicht auch ein fröhliches Dankeschön folgt und sich das fröhliche Dankeschön nicht im fröhlichen Geben konkretisiert. Ich lebe nicht von dem, was ich habe; nicht von dem, was ich mir selbst schaffe, sondern von dem, was ich geschenkt bekomme: Gottes Gnade. Und Gott schenkt so reichlich, dass ich nicht nur genug habe, sondern abgeben kann. So abgeben kann, dass ich zugleich wieder Beschenkter bin: Mit Freude. Mit Liebe. Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
Peter Kane
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen
Beitrag online bis 14.10.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (30.9.10 - 07.10.10 - ) / 2877 / 216
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