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 © Helmut Meisl

 Wir in der EINEN Welt
Diese Seite als Druckausgabe


Sie haben die Möglichkeit, das komplette Rundschreiben im pdf-Format herunterzuladen und in Ruhe zu lesen


Wenn Sie an einer im Rundschreiben beschriebenen Reise teilnehmen wollen, können Sie sich auch die Anmeldeunterlagen herunterladen.



Geballte Information

Der Arbeitskreis "Wir in der EINEN Welt" hat wieder ein Rundschreiben herausgegeben, das eine geballte Ladung an Information aus erster Hand bietet.

Sehr geehrte Freunde und Unterstützer des Arbeitskreises!
Liebe Freunde des Arbeiterpriesterfonds der KAJ Graz-St.Veit!

Da dieses Rundschreiben meines Erachtens auch für meine Bekannten und Freunde des Arbeiterpriesterfonds der KAJ-Graz-St.Veit von Interesse sein dürfte, wird dieses Rundschreiben auch an diesen Personenkreis gesendet.

Wie in den letzten Jahren möchten wir euch ein sommerliches Rundschreiben senden. – Die Titelseite mag vielleicht etwas verwundern, doch der Zusammenhang zwischen der Titelseite und diesem Rundschreiben sei wie folgt dargestellt.
Im vergangenen Mai war ich Teilnehmer bei einer Reise nach Belgien. Die Reise war vom ehemaligen Halleiner Kooperator und jetzigem Universitätspfarrer Erwin Neumayer geführt. Bei einer neugotischen Kirche in Brüssel vorbei kommend, erwähnte unser belgischer Führer, dass in dieser Kirche Kardinal Cardijn, der Gründer der „Katholischen Arbeiterjugend“ begraben sei. Da gab es nicht nur mir, sondern mehreren in der gleichen Altersklasse liegenden Reiseteilnehmern nahezu einen Ruck, denn Kardinal Cardijn war jene große Priestergestalt, die sich vor allem nach dem 2. Weltkrieg der arbeitenden Jugend angenommen hatte und von dessen Ideen auch ich geprägt worden bin. So war es für uns ehemalige Mitarbeiter der KAJ (Kath. Arbeiterjugend) selbstverständlich, dass hier ein Halt eingelegt werden musste.

SEHEN – URTEILEN – HANDELN waren die Grundgedanken Cardijns die uns in zahlreichen Gesprächsabenden, bei denen es auch stets eine Bibellesung und Auslegung gab, vermittelt wurden, um die Kirche den Arbeitern nahe zu bringen. „Am Totenbett meines Vaters, der mir durch viele Opfer das Priesterstudium ermöglichte, gelobte ich, mein Leben der Arbeiterjugend zu widmen, die ich liebe“, sagte Cardijn immer wieder.
Als ich mit den Mitreisenden am Grab Cardijns stand, da wusste ich, dass ich über diesen großartigen Priester, der heute nahezu vergessen ist, zu berichten habe.
Auf der Reise durch Belgien kamen wir zur Grabkirche eines weiteren großen belgischen Priesters, zur Ruhestätte von P. Damian de Veuster, der sich in selbst verzehrender Weise für Leprakranke einsetzte. Auch der Name „Speckpater“ fiel mehrmals. Der Speckpater „Father Werenfried van Straaten“ hatte zunächst für das hungernde Nachkriegsdeutschland Speck, Lebensmittel gesammelt, denn was nütze es, sagte er, wenn man ihnen Geld sendet mit dem sie sich nichts kaufen können.

P. Damian war vor der Zeit Kardinal Cardijns, der Speckpater zum Teil zur gleichen Zeit wie Cardijn tätig. Diesen 3 Persönlichkeiten sei dieses Rundschreiben gewidmet, nicht zuletzt auch um aufzuzeigen, dass die Kirche viel mehr ist, als eine Einrichtung, in der es, ohne irgend etwas entschuldigen zu wollen, auch Entgleisungen, Fehlleistungen gibt.
Weiters soll noch kurz über unsere Schule und eine Reise zur Schule zum Jahreswechsel berichtet werden.





Autor / Quelle: DI Roman Anlanger

Beitrag online bis 5.10.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (5.10.10 - 31.10.10 - ) / 2879 / 454