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Maßstäbe …
… fürs Leben können wir uns nicht selbst machen. Auch die Kirchen können sie sich nicht selbst machen. Darum ist es gut, darauf zu hören: Ob als Einzelner, als Paar oder Familie, als Gruppe oder christliche Gemeinde bleiben wir bezogen auf Gott. Er setzt die Maßstäbe, an denen alles gemessen wird.
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17. Oktober 2010 - 20. Sonntag nach Trinitatis II
Der erste Brief an die Gemeinde in Thessalonich ist das früheste Schriftstück überhaupt, das wir im Neuen Testament haben. Paulus hat die Gemeinde selbst gegründet, er ist ihr herzlich zugeneigt, wie wir aus seinen Worten herauslesen können.
Ausgelegt! Bibelwort: 1. Thessalonicher 4,1-8
Darum schreibt er ihnen um das Jahr 49 nach Jesus etwas ganz Einfaches: Lebt Gott wohlgefällig. Gott wohlgefällig heißt nur: Habt euch untereinander lieb; betrügt einander nicht, ehret eure Frauen. Das alles ist Gottes Wille. Das steht in seinen Geboten. Mehr Gedanken müsst ihr euch nicht machen.
Gedanken müsst ihr euch nur machen, wenn ihr nicht tut, was Gott wohlgefällig ist. Davon würde Paulus am liebsten gar nichts schreiben. Aber das geht wohl nicht, denn Paulus ist nicht blind für das, was verkehrt läuft. Offenbar gibt es Menschen in der christlichen Gemeinde Thessalonich, die nehmen es nicht sehr genau mit dem Willen Gottes. Gott ist weit weg, sagen sie vielleicht; er hat andere Sorgen. Da täuscht euch bitte nicht, muss Paulus antworten. Der Herr ist ein Richter über jeden und alles, auch wenn er die Strafe nie auf dem Fuße folgen lässt. Also bitte, sagt Paulus. Werdet noch vollkommener. Liebe heißt doch nur: Spüren, was der andere braucht.
Michael Becker
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen
Beitrag online bis 28.10.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (14.10.10 - 21.10.10 - ) / 2889 / 189
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