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Neualmer Weihnachtspfarrbrief 2010
Kaum fertig und schon im Internet nachzulesen. Der neue Neualmer Pfarrbrief bietet wieder 12 Seiten an Information und Meditation.
Hirten unserer Zeit
Wir brauchen Hirten in unserer Zeit, die uns auf dem Weg begleiten und uns vorangehen, die uns Sicherheit geben und uns ermutigen in dunklen Nächten. Solche WegbegleiterInnen gibt es viele unter uns und es ist wichtig und notwendig, in prägenden Zeiten nicht allein auf dem Lebensweg zu sein.
Wir brauchen aber keine Oberhirten, die glauben, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben und denken, nur der eine, von ihnen vorgegebene Weg führt ans richtige Ziel.
Die ersten, die die Botschaft der Ankunft Gottes bei den Menschen erfahren haben, waren nicht Könige, Priester, Propheten oder sonst irgendwelche „Eingeweihten“, sondern die Hirten auf dem Feld. Die Hirten der damaligen Zeit waren Menschen der niederen sozialen Schicht, die die Schafe der reicheren Leute hüteten.
„Die Hirten sind Menschen am Rande, aber mit einer großen Offenheit für die Ankunft Gottes.“ Die Tatsache, dass es ausgerechnet die Hirten waren, die als erste die Nachricht von Jesu Geburt erhalten haben, birgt für mich heute einen wesentlichen Aspekt in sich: Die Zusage, dass Gott nahe ist, gilt allen Menschen, im besonderen den sozial Entrechteten, den Armen, jenen, die es „nicht verdienen“. Gott ist denen nahe, die zweifeln, hoffen und auf der Suche sind. Gott ist dort nahe, wo man es am wenigsten vermuten würde, er ist bei den Menschen. Er kommt in der Geburt Jesu den Menschen entgegen und die erste Botschaft der Engel lautet:
„Fürchtet euch nicht!“
Angst engt ein, Furcht wirkt entmutigend und lähmend. Gottes Nähe bedeutet jedoch Befreiung von Angst und tiefen allumfassenden Frieden und Freude. Diese Botschaft der Engel an die Hirten wünsche ich uns allen heute für die kommende Zeit:
Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll. Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren, er ist der Messias, der Herr.
Autor / Quelle: Robert Golderer, Pfarrassistent der Pfarre Neualm
Beitrag online bis 31.3.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (30.11.10 - 31.12.10 - ) / 2914 / 411
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