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Gott kommt vom Himmel herab, damit die Menschen den Heimweg zum Himmel finden.
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2. Januar 2011 - 2. Sonntag nach Weihnachten III
Wir werden den Himmel offen sehen. Das verspricht Jesus den Jüngern, die ihm nachfolgen – und auch uns. Doch was heißt das konkret?
Ausgelegt! Bibelwort: Johannes 1,43-51
Werden wir hier etwa auf das Jenseits vertröstet, auf ein späteres himmlisches Leben? Mitnichten. Wir werden den Himmel offen sehen, beschreibt – so glaube ich – unser Hier und Jetzt, ist quasi ein Motto christlichen Lebens: Als Christen stehen wir mit beiden Beinen auf der Erde und dürfen doch den Kopf schon ein wenig im Himmel haben. Nicht durch eigene Leistung, sondern geschenkt von Gott. Ein schönes Motto: Mit beiden Beinen auf der Erde stehen, also den Realitäten des Lebens nicht entfliehen, uns nicht in ein Wolkenkuckucksheim träumen, aber uns zugleich auch nicht in den Widrigkeiten und manchmal auch Banalitäten des Alltags verlieren; nicht den Kopf gesenkt auf die eigenen Füße blicken – so verliert man die Orientierung – sondern den Kopf in den Himmel erheben. Der Alltag, so wichtig er auch ist, ist nicht alles und darf mal an die zweite Stelle treten.
Ein anderes Wort für den Himmel ist: die Liebe. Die Benediktinerin und Mystikerin Hildegard von Bingen (gestorben 1179) sieht den Himmel auf Erden überall, „wo Menschen von Liebe zu Gott, zu seinen Mitmenschen und zu sich selbst erfüllt sind“.
Michael Tillmann
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen
Beitrag online bis 13.1.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (30.12.10 - 07.01.11 - ) / 2932 / 206
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