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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
Diese Seite als Druckausgabe


Taufe: Weg zur Quelle

Die Quelle des Lebens suchen.
Zur Quelle des Lebens finden.
Aus der Quelle des Lebens schöpfen.

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens (Psalm 36,10).




9. Januar 2011
Taufe des Herrn
Lesejahr A
1. Lesung: Jesaja 42,5a.1-4.6-7
2. Lesung: Apostelgeschichte 10,34-38
Evangelium: Matthäus 3,13-17

9. Januar 2011 - Taufe des Herrn - Lesejahr A

Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.

Ausgelegt!
Bibelwort: Matthäus 3,13-17

Manchmal macht es Spaß, das Evangelium ein bisschen „einzudeutschen“, damit klarer wird, worum es geht. „Ich glaub, ich seh’ nicht recht!“, sagt Johannes dann. „Was machst du denn hier? Hier sind kluge Theologen und einfache Leute, feine Pinkel aus Jerusalem, die eigentlich nur mal gucken wollten, und Leute, die vor lauter Schuldgefühlen ganz depressiv geworden sind – und zu denen stellst du dich dazu? Das kann ja wohl nicht wahr sein!“ – „Doch“, sagt Jesus, „lass nur, das stimmt schon. Hier gehör’ ich hin, das ist der Platz, an dem Gott mich haben will.“
Sein ganzes Leben lang steht Jesus bei diesen Leuten: Er gesellt sich zu den Schuldbeladenen und den Verzweifelten, redet mit den klugen Theologen, die ihm einen Strick drehen wollen, und den Gottsuchern, die etwas von ihm wissen wollen. Ein aufreibendes Leben, das in einer Katastrophe endet. Das kann nur einer, der erfahren hat, dass ihm der Himmel offen steht. Der sich von Gott angenommen weiß als geliebter Sohn. Diese Zusage haben wir alle erhalten bei unserer Taufe. Wem stellen wir uns an die Seite?

Christina Bramkamp





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen

Beitrag online bis 7.2.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (6.1.11 - 13.01.11 - ) / 2939 / 643