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 © Helmut Meisl

 Evangelische Gemeinde
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Ersten Worten …

… kommt große Bedeutung zu. Heute hören wir die ersten Worte, die Jesu zu den Menschen spricht, zu denen er sich geschickt weiß – vorher hat er bei seiner Taufe mit Johannes und in der Wüste mit dem Teufel geredet. Erste Worte, die auch für uns bestimmt sind: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen:
Wir leben am Vorabend des Himmelreiches, denn „seit Jesus in diese Welt gekommen ist, ist der große Vorabend des Reiches Gottes angebrochen über einer tagmüden und nachtdunklen Zeit.“ (Hanna Hümmer, Mitbegründerin der Christusbruderschaft Selbitz).
Und wenn noch so viel Zeit verrinnt, bis das Reich Gottes vollendet ist, die Anfänge werden nie mehr verschüttet werden.





9. Januar 2011 - 1. Sonntag nach Epiphanias III

Einer der besten sitzt im Gefängnis, und Jesus erfährt es sofort. Das ist bitter für den Gefangenen und bitter für den Freund, der noch im Freien ist.

Ausgelegt!
Bibelwort: Matthäus 4,12-17

Was kann der Freund tun? Er kann trauern, für den Gefangenen beten und sein Wirken fortsetzen. Das tut Jesus und spricht Worte, die Johannes der Täufer auch gesprochen hatte: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Der Freund Jesus geht den Weg weiter, den Johannes begonnen hat und schon gegangen ist. Er predigt vom Himmelreich. Aber wo sehen, wo erkennen wir das Himmelreich?

Wir sehen oder erkennen es in dem Augenblick, in dem ein Mensch umkehrt. In dem Augenblick also, in dem ein Mensch weiß, dass er sich nicht nur oder viel weniger als bisher auf sich selbst verlassen kann. Umkehr ist eine Abkehr von sich selbst und eine Heimkehr zu Gott; zu Gott, der die Quelle allen Lebens ist. Buße, dieses dunkel gewordene Wort, ist eigentlich ganz freundlich und hell. Weil es ja die Hinwendung zu Gott ist, dem Herrn des Himmels und der Erde. Und Buße tun ist auch kein Kraftakt, sondern ein sehr leichter Gang: Es ist tägliches und dankbares Annehmen dessen, was mir gegeben – was immer es ist.

Michael Becker





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen

Beitrag online bis 20.1.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (6.1.11 - 13.01.11 - ) / 2940 / 244