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Alle Wunder, die einmal geschehen sind, geschehen auch noch bis auf den heutigen Tag durch den Glauben.
Martin Luther
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23. Januar 2011 - 3. Sonntag nach Epiphanias III
Johannes erzählt auch Wunder gerne ganz genau. Zeiten und Abfolgen sollen allen klarmachen: Es ist wirklich ein Wunder, ein überraschendes, unerwartetes, geradezu himmlisches Ereignis.
Ausgelegt! Bibelwort: Johannes 4,46-54
Das Besondere an dem Wunder dieses Textes ist dazu noch, dass es aus der Ferne geschieht. Jesus spricht nur drei Worte: Dein Sohn lebt! Später erweist es sich, dass die Genesung des Jungen genau in dem Augenblick beginnt, in dem Jesus diese Worte sagt. Vorausgegangen ist ihnen das drängelnde Bitten des Vaters und ein beunruhigendes Seufzen Jesu, dass die Menschen immer Wunder brauchen.
Jesus berührt auch mit Worten. Das ist ein tiefer Sinn dieser Wundererzählung. Jesus muss nicht immer die Hand auflegen – spricht er nur ein Wort, so können Seelen und Körper gesund werden. Das ist ähnlich wie in unseren Worten: Ich liebe dich. Auch diese drei Worte können eine Seele gesund machen, vielleicht sogar einen Körper, wenn die Seele den Körper krank gemacht hatte. Es ist ja die Zuwendung, die heilt. Es ist die Wertschätzung, die eine Seele erhebt und wieder zu einem Menschen macht. An Jesu heilenden Worten erkenne ich, warum ich die verletzenden Worte fürchten muss. Weil ich nicht kränken und krank machen will, sondern aufbauen und heilen.
Michael Becker
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen
Beitrag online bis 3.2.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (20.1.11 - 27.01.11 - ) / 2948 / 251
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