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Gottes Gottsein anerkennen
Wie soll das gehen – angesichts allen menschlichen Leides und aller menschlichen Schuld. Ich glaube, es geht nur, wenn wir uns immer wieder neu einem Urvertrauen verschreiben, das Gott Gott sein lässt. Wir können ihn voraus-setzen. Vorne an setzen. Unhinterfragt. Unbezweifelt. Wir geben ihm die Ehre. Und wir feiern ihn. Dies ist die einzig angemessene Weise, mit Gott umzugehen.
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6. Februar 2011 - 5. Sonntag nach Epiphanias III
Wie schön, dass Ostern so spät liegt dieses Jahr. So kommen wir in den Genuss des 5. Sonntags nach Trinitatis und einiger Worte des Propheten Jesaja, die vielen überhaupt nicht bekannt sind.
Ausgelegt! Bibelwort: Jesaja 40,12-25
Der Prophet gibt eine Beschreibung Gottes in einzigartigen Worten, bei denen nie ganz klar ist, wer die Worte eigentlich spricht: der Prophet? Gott selbst? Zuletzt haben die Worte nur einen Sinn: Die Unvergleichlichkeit Gottes darzulegen. Mit wem wäre Gott überhaupt zu vergleichen? Natürlich mit Nichts und Niemandem. Gott ist Gott und darin einzig. Trotzdem brauchen Menschen den Vergleich. Wir können uns nur vorstellen, was in unseren Horizonten liegt. Auch die Bibel bemüht Vergleiche, um den einzigen Gott ein wenig verstehbar zu machen: Barmherzig, geduldig, väterlich, zornig. Und dann gibt es Jesus, der von Gott erzählt, ihn lebt und in seinem Namen stirbt. All das erzählt uns von Gott.
Aber es bildet ihn eben nicht ab. Gott ist mehr als alle Gedanken von ihm, mehr als alle Bilder von ihm sowieso. Das macht ihn uns oft fremd. Wenn wir Gottes Handeln mit nichts mehr vergleichen können, wenn seine Güte zu groß ist für unseren Verstand oder wir maßlos erschrecken über das, was er zulässt oder nicht verhindert. Wenn dann Worte versagen, bleibt immer noch eins, wie wir uns Gott, dem Einzigen nähern: die Anbetung. Anbetung ist über jeden Zweifel erhaben.
Michael Becker
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen
Beitrag online bis 17.2.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (3.2.11 - 10.02.11 - ) / 2955 / 271
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