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 © Helmut Meisl

 Evangelische Gemeinde
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Unsere Wahl

Die Versuchungen, denen sich Jesus im Evangelium gegenüber sieht, machen Jesus, der zunächst so schroff und fremd erscheint, menschlich. Er ist Mensch und wird versucht – wie wir. Nur: Er ist entschieden, weil für ihn Gott zählt – absolut. Was wiederum uns ins Spiel bringt und nach unserer Entschiedenheit fragt. Welche Wahl treffe ich? Vor welchen Alternativen stehe ich und wofür entscheide ich mich? Was ist es, was für mich wirklich zählt?





13. März 2011 - Invokavit III

Woher kommt eigentlich die viele Mühsal im Leben? Die Schmerzen, die Angst vor allem und jedem, die Arbeit im Schweiße des Angesichts?

Ausgelegt!
Bibelwort: 1. Buch Mose 3,1-19

Darauf antwortet die Bibel mit einer Geschichte aus alter Zeit. Und die Antwort heißt: Alle Mühsal kommt aus der Schuld, die Menschen auf sich laden. Schon ganz am Anfang schaffen es die Menschen nicht, Menschen zu bleiben. Lieber erheben sie sich und wollen sein wie Gott. Und weil sie dann wissen, was gut ist und was böse, tun sie es auch, das Böse. Sie vergreifen sich an dem, was Gottes ist, und werden schuldig.

Schuld ist das größte Problem im Leben eines Menschen. Vor allem die verborgene oder die verdrängte Schuld und die Schuld, die man einfach nicht einsehen will. Es erfordert viel Aufwand, Schuld zu verleugnen, erzählt die Geschichte auch. Der eine schiebt sie auf den anderen, vom Mensch wandert sie auf die Schlange. Gott aber nimmt dieses Verschieben nicht an. Er deutet mit seinem Finger auf das, was verkehrt ist. Und belegt die nicht eingestandene Schuld mit einer Strafe, die zugleich schützt. Die Geschichte der Schuld ist eine unendliche Geschichte bis heute. Nur der macht ihr ein Ende, der sich vor Gott stellt und ihn bittet, auch auf Knien: Herr, erbarme dich meiner.

Michael Becker





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen

Beitrag online bis 24.3.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (10.3.11 - 17.03.11 - ) / 2990 / 216