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 © Helmut Meisl

 Wir in der EINEN Welt
Diese Seite als Druckausgabe


Dipl. Ing. Roman Anlanger leitet seit mehr als 25 Jahren den überaus aktiven Arbeitskreis.





Der Arbeitskreis "Wir in der EINEN Welt"

Das Ziel des Arbeitskreises war es von Anfang an, neben der Erarbeitung finanzieller Mittel für diverse Projekte auch auf eine Bewußtseinsbildung in der Bevölkerung hinzuarbeiten.

DER ANFANG - Es begann in Köln ...

Begonnen hat es eigentlich 1965. Über eine Missions-Ausstellung in Köln erhielt Roman Anlanger die Adresse eines Paters in Indien. 1969 verschlug es Roman Anlanger beruflich nach Hallein, wo er versuchte, die persönliche Unterstützung dieses Paters, der den Halleinern mittlerweile als "Pater Ritz" ein Begriff geworden ist, auf eine breitere Basis zu stellen. Damals wurde der Arbeitskreis sozusagen "geboren". Das Ziel des Arbeitskreises war es von Anfang an, neben der Erarbeitung finanzieller Mittel für diverse Projekte auch auf eine Bewußtseinsbildung hinsichtlich einer "gerechteren Verteilung" bei der Bevölkerung hinzuarbeiten und mit den Partnerländern einen geistigen Austausch zu verwirklichen.

Die Not in der Welt ist ein Problem der Verteilung

Die erarbeiteten Mittel stellen zunächst nur den finanzielen Background für die Arbeit dar. Es war von Anfang an ein Anliegen des Arbeitskreises, darauf hinzuweisen, daß es notwendig ist, unsere Einstellung zu den Menschen in der sogenannten “Dritten Welt” zu ändern. Sinnvolle und dauerhafte Hilfe ist nur dann möglich, wenn wir uns alle bewußt mit den Problemen des Hungers, der (ungerechten) Verteilung der Lebensmittel und Bodenschätze auf der Erde usw. auseinandersetzen. Durch Kontakte mit den in Bolivien tätigen Halleiner Schulschwestern kam bald Bolivien als zweiter Schwerpunkt in der Arbeit des Arbeitskreises hinzu. Vortäge und Besuche von Schwestern und Patres anläßlich ihrer Heimataufenthalte trugen dazu bei, daß immer mehr persönliche Kontakte die Arbeit begleiteten und zu einer stabilen Vertrauensbasis führten.

"Kontrolle" vor Ort ...

Neben den Besuchen und Vorträgen der Ordensleute in Hallein gab es mehrmals die Gelegenheit, daß sich Mitglieder des Arbeitskreises an Ort und Stelle von der Wirkung ihrer Unterstützung überzeugen konnten. Abgesehen von einigen Einzelreisen nach Indien und Bolivien wurden von Roman Anlanger bereits dreimal Gruppenreisen nach Indien und einmal eine Reise nach Bolivien organisiert. Es versteht sich von selbst, sei der Ordnung halber jedoch trotzdem vermerkt, daß die Reisekosten zur Gänze von den Reiseteilnehmern zu tragen waren und auch nicht nur ein Schilling aus Spendengeldern dafür verwendet wurde. Und wer die Mitglieder des Arbeitskreises kennt, weiß, daß bei diesen Reisen gewiß so mancher Schilling an zusätzlicher Unterstützung direkt in Indien oder Bolivien verblieben ist.

DER BASTELMARKT

Im Jahr 1971 konnte der "1. Halleiner Bastelmarkt" abgehalten werden. Damals war der Arbeitskreis der einzige, der einen solchen Markt abgehalten hat, heute gibt es geradezu unheimlich viele solcher Märkte. Viele der Mitarbeiter haben 25 Jahre hindurch für diesen Bastelmarkt gearbeitet und haben nicht mehr die Kraft wie am Beginn. Auch die Ideen sind rarer geworden. Viele Mitarbeiter wollen nach einem Vierteljahrhundert auch einmal mehr für sich selbst in der "Stillsten Zeit im Jahr" haben, sodaß schweren Herzens im Jahr 1996 mit dem 25. gleichzeitig auch der letzte Bastelmarkt abgehalten wurde. Selbstverständlich bleibt der Arbeitskreis deshalb weiter bestehen. Er will in Zukunft die Arbeit mit Bildern aktivieren und eventuell auf eine Selbstbesteuerung hinarbeiten, um so das Aufkommen der notwendigen finanziellen Mittel sicherzustellen.






Autor / Quelle: Dipl. Ing. Roman Anlanger

Beitrag online bis 10.2.2005 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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