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Was hat die arme Witwe bewegt, sich so zu verhalten? Und warum sollte das so wichtig sein, dass Jesus seine Jünger auf sie hinweist? Wir wissen nicht viel von ihr. Aber eins ist sicher: Sie hat bemerkt, dass sie einer Kraft vertrauen kann, die größer ist als sie selbst und alle Kräfte in dieser Welt. Sie hat ein Vertrauen entwickelt in die Kraft der göttlichen Liebe, die höher ist als alle menschliche Vernunft. Sie wusste etwas von der Liebe Gottes, die in dieser Welt unter Menschen aufleuchten kann und doch so viel höher und weiter ist als alles Irdische.
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27. März 2011 - Okuli III
Manchmal erzählt Jesus eine Geschichte, um die Wahrheit in Bildern zu erzählen. Einmal beobachtet er, wie eine alte Frau etwas Geld in den Opferstock legt.
Ausgelegt! Bibelwort: Markus 12,41-44
Und schon kann Jesus seine Wahrheit erzählen: Es ist egal, wie viel Geld einer gibt; Hauptsache, er gibt von Herzen. Es ist egal, wie ein Mensch liebt, Hauptsache, er oder sie liebt von Herzen. Es ist egal, ob einer reich ist oder arm oder krank oder gesund, Hauptsache alles, was man tut, wird mit dem Herzen getan. An der alten Frau im Tempel erkennt Jesus, was es heißt, von Herzen zu leben.
Manchmal tut Liebe weh, das ist wahr. Vielleicht tat es der alten Frau weh, ihre paar Münzen in den Opferstock zu werfen. Trotzdem hat sie es getan. Warum? Weil es ihr Herz so wollte. Und auch wenn ihr das Herz schwer wurde, hat sie es getan. Sie hat nicht achtlos und wie nebenbei von ihrem Geld abgegeben, sondern mit Bedacht und etwas Schmerz. Das ist Liebe: Mit Bedacht und etwas Schmerz. Liebe kann leicht und ganz luftig sein, wie im Himmel. Oft aber ist sie schwierig und braucht viele Anläufe. Die alte Frau hat womöglich lange überlegt, wie viel sie entbehren kann. Dann hat sie es getan, mit Bedacht und Schmerz. Schöner konnte Jesus gar nicht erzählen, wie wahr ihre Liebe ist und bleibt.
Michael Becker
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen
Beitrag online bis 7.4.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (24.3.11 - 31.03.11 - ) / 3001 / 259
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