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 © Helmut Meisl

 Pfarrblatt
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Erstes gemeinsames Pfarrblatt

Die römisch-katholischen Stadtpfarren von Hallein, Rehhof und Neualm bringen erstmals ein gemeinsames Pfarrblatt heraus.

Liebe Mitglieder der Stadtpfarre Hallein sowie der Seelsorgestellen Neualm und Rehhof!

Als ehemaliger Kooperator von Hallein, als Seelsorger von Rehhof und jetziger Verantwortlicher für das diözesane Projekt der „Pfarrverbände“ freue ich mich, Ihnen anlässlich der ersten Ausgabe des gemeinsamen Pfarrblattes einige Informationen geben zu können.

Pfarrverbände – Modell B
Die Erzdiözese Salzburg hat sich für den Weg der „Pfarrverbände“ entschieden. Natürlich wissen wir, dass dies das Modell B ist. Das Modell A würde bedeuten, dass jede Pfarre ihren eigenen Pfarrer hat, was leider schon lange nicht mehr möglich ist. Zwei Drittel unserer Pfarren müssen sich ihren Pfarrer inzwischen mit einer zweiten, dritten oder auch vierten Pfarre teilen. Aber bisher war das Verbindende zwischen diesen Pfarren oft nur der gleiche Priester, die Zusammenarbeit war oft beliebig. Beim Modell der Pfarrverbände jedoch geht es um eine sinnvolle, wohl überlegte, klar strukturierte sowie definierte Zusammenarbeit. Ein Pfarrverband ist aber nicht einfach die Addition von benachbarten Pfarren, sondern vielmehr der Versuch, in angemessener Weise auf die gesellschaftlichen Veränderungen, die personelle und finanzielle Situation, etc. zu reagieren. Solche Überlegungen gibt es nicht nur bei uns. In Deutschland entstanden schon vor 35 Jahren die ersten Pfarrverbände.

Pfarren und Dekanate
Vor 10 Jahren habe ich alle Dekanatskonferenzen besucht und den Ball in Richtung Pfarrverbände ins Rollen gebracht. Durch verschiedene Umstände bedingt, kam dieses Projekt jedoch ins Stocken. Erzbischof Dr. Alois Kothgasser hat dann im März 2006 die Dechanten beauftragt, dieses Thema erneut anzupacken. Bezüglich der Einteilung der Pfarrverbände haben wir die Pfarren und Dekanate um Rückmeldungen gebeten. Denn wir wollten die Zusammensetzung der Pfarrverbände nicht verordnen, sondern von der Basis erarbeiten lassen.

Nach einer langen Diskussionsphase in allen Gremien wurde die Einteilung schließlich am 11. 11. 2008 beschlossen und mit 1. 1. 2009 in Kraft gesetzt. Demnach gibt es nun - ohne die Stadt Salzburg - 58 Pfarrverbände, wobei ein Pfarrverband im Durchschnitt aus 3 bis 4 Pfarren besteht. In der Stadt Salzburg läuft zurzeit das Projekt „Zukunft gestalten“, in dessen Rahmen die vier bisherigen Stadtdekanate aufgelöst und sechs Pfarrverbände geschaffen wurden. Ausgangspunkt Personal Was die Pfarren in diesem Zusammenhang besonders bewegt, ist die Frage, mit wie viel Personal sie im Pfarrverband rechnen dürfen. Wichtig war uns dabei, die Priester und hauptamtlichen Laien in etwa gerecht zu verteilen. Entscheidend jedoch wird es sein, wie die Pfarren innerhalb eines Pfarrverbandes zusammenwachsen und zusammenarbeiten. Mir ist sehr wohl bewusst, dass ein konstruktives Miteinander nicht auf Knopfdruck entstehen kann, sondern sich entwickeln muss. Auf diesem Hintergrund begrüße ich es sehr, dass nun versucht wird, durch ein gemeinsames Pfarrblatt Verbindung zu schaffen und zu vertiefen.

Zur Begleitung steht die Gemeindeberatung bereit. Wenn es um ein sinnvolles Miteinander und Zueinander zwischen den Pfarren gehen soll, dann wird auch das Teilen immer wichtiger: das Teilen des Glaubens, der Zeit, der Erfahrungen, des Personals sowie aller vorhandenen Ressourcen. Im Unterschied zu manchen Diözesen in Deutschland wollen wir keine Pfarre auflösen. Deswegen gibt es auch in Zukunft in jeder Pfarre einen Pfarrgemeinderat. Es geht nicht um Fusion, sondern um Kooperation. Offizielle Installierungen Nachdem die Einteilung unserer Erzdiözese in Pfarrverbände erfolgt ist, sollen nun die einzelnen Pfarrverbände beginnen, auch als solche zu arbeiten. Der offizielle Auftakt dazu ist die sog. Installierung eines Pfarrverbandes, bei dem ich jeweils meist im Rahmen eines gemeinsamen Gottesdienstes die Dekrete des Herrn Erzbischofs zu Kenntnis bringe und überreiche. Bisher konnte ich bereits 13 Pfarrverbände installieren. Weitere werden folgen. Anlass dafür ist meist ein Pfarrerwechsel oder eine andere personelle Veränderung.

Auch wenn für den „Pfarrverband Hallein“ - bestehend aus der Stadtpfarre, Dürrnberg, Neualm, Rehhof und Rif - so eine Installation noch nicht unmittelbar bevorsteht, sollten wir doch jede Gelegenheit nutzen, jetzt schon mögliche Bereiche einer sinnvollen Zusammenarbeit in den Blick zu nehmen. Und so bitte ich alle, besonders auch die Pfarrgemeinderäte, dieses Projekt unserer Erzdiözese solidarisch mitzutragen in der zuversichtlichen Hoffnung, dass Christus uns auf unserem gemeinsamen Weg begleitet.

Mit allen guten Segenswünschen grüßt Sie

Hansjörg Hofer





Autor / Quelle: Dr. Hansjörg Hofer / Ordiariatskanzler der Erzdiözese Salzburg

Beitrag online bis 31.12.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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