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 © Helmut Meisl

 Evangelische Gemeinde
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Herzlichen Glückwunsch!

Pfingsten ist der Geburtstag der Kirche. Jesus fuhr auf in den Himmel zu Gott und dieser schickte seinen Geist. Zu den Jüngern auf der Erde, die so ausgerüstet an die Arbeit gingen. Ein Freudentag und der Beginn einer Erfolgsgeschichte, und das seit rund 2.000 Jahren. Freilich nicht immer fehlerfrei und sicher nicht immer im Sinne des Auftraggebers. Aber wo Menschenwerk und Gottes Wille aufeinandertreffen, kommt es zu Reibereien und der Mensch schneidet schlecht ab. Doch Gott lässt sich nicht beirren: Er hofft weiter auf den Menschen und sein Werk. Auch in der Kirche. Und deshalb: Herzlichen Glückwunsch, der Kirche und den Menschen.





12. Juni 2011 - Pfingsten III

Wenn uns ein Mensch auf die Nerven geht, dann sagen wir schon mal: Geh mir nicht auf den Geist! Und meinen damit: Hör auf, mich zu belästigen mit deinem Zeug, das niemanden interessiert. Sei still.

Ausgelegt!
Bibelwort: Johannes 16,5-15

Unser Geist: Das sind wir nämlich im Innersten selbst. Der intimste Teil unseres Ich, da müssen wir uns vor Zudringlichkeiten aller Art wehren. Wenn wir von einer Fernsehsendung sagen, sie sei geistlos, dann ist das ein vernichtendes Urteil. Es fehlt ihr das zutiefst Menschliche. Und für den Glauben geht es beim „Geist“ sogar noch um mehr. Der Geist ist das Göttliche. Adam, so sagt es der alte Mythos, ist mit Geist begabter Lehm. Immer noch ein schönes und tragfähiges Bild. Jesus geht, erzählt uns Johannes, stattdessen kommt sein Geist und führt uns zur Wahrheit. Und diese Wahrheit ist die Wahrheit des Ostermorgens: Der Tod ist geistlos und hat ausgespielt. Der Tod reißt alles auseinander, der Geist führt alles zusammen. Denn der Geist Gottes ist die Liebe. Sie begeistert uns, weil sie Worte spricht, die uns aufbauen und Mut machen. Wo Gott zu uns spricht, da werden wir zu geistvollen Menschen. Davon können wir nicht genug kriegen. Die Liebe ruft: Hör jetzt bloß nicht auf, sprich weiter! Sie geht uns niemals auf den Geist.

Roland Kupski





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen

Beitrag online bis 23.6.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (9.6.11 - 16.06.11 - ) / 3066 / 188