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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
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Gott miteinander eins

Das Wesen der göttlichen Dreifaltigkeit weicht in nichts von seiner Einheit ab. Von Ewigkeit her ist der Vater der Erzeuger des mit ihm gleich ewigen Sohnes. Von Ewigkeit her ist der Sohn vor aller Zeit vom Vater gezeugt. Und von Ewigkeit her ist der Heilige Geist der Geist des Vaters und des Sohnes. Daher ist der Vater nie ohne den Sohn, der Sohn nie ohne den Vater gewesen, wie auch Vater und Sohn niemals ohne den Heiligen Geist waren.

Leo der Große (+ 461),
zweite Predigt über das Pfingstfest




9. Juni 2011
Dreifaltigkeitssonntag
Lesejahr A
1. Lesung: Exodus 34,4b.5-6.8-9
2. Lesung: 2. Korinther 13,11-13
Evangelium: Johannes 3,16-18

19. Juni 2011 - Dreifaltigkeitssonntag - Lesejahr A

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

Ausgelegt!
Bibelwort: Johannes 2,16-18

Nur drei Sätze hören wir heute, aber die haben es in sich: Das ganze Johannesevangelium ist in ihnen enthalten, sagen Bibelwissenschaftler. Die ganze frohe Botschaft in drei Sätzen, die noch dazu von schwierigen Begriffen wie „richten“, „zugrunde gehen“ und „nicht glauben“ nur so wimmeln. Und doch steckt viel Frohe Botschaft in dieser Lesung: Gott liebt die Welt so sehr, dass er nicht tatenlos zusieht, wie sie leidet. Dass Menschen die Schöpfung missachten, die Überzeugungen der anderen nicht achten, sich Konkurrenten vom Halse schaffen – Gott ist das nicht egal. Aber er haut nicht einfach drauf, kommt nicht mit einem fürchterlichen Strafgericht daher, sondern schickt seinen Sohn, einen Prediger und Geschichtenerzähler, einen Messias ohne Armee und Schlachtplan, einen Kinderfan, einen Freund des Lebens, den die Frommen als „Fresser und Säufer“ beschimpften, einen, der sich mit Ungläubigen, Zöllnern und Dirnen trifft. Durch so einen wird die Welt gerettet, wenn sie an ihn glaubt. Das war starker Tobak für die Frommen von damals. Aber es sagt uns, wer Gott ist: ein übermenschlich Liebender, die Liebe selbst. Es sagt uns, wer der Sohn ist: ein Retter um jeden Preis. Und es lässt uns ahnen, aus welchem Geist sie beide handeln.

Christina Bramkamp





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen

Beitrag online bis 16.7.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (16.6.11 - 23.06.11 - ) / 3069 / 175