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 © Helmut Meisl

 Evangelische Gemeinde
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"Glücklich ist ....."

„Herzlichen Glückwunsch!“ – so sagen wir, wenn wir jemandem zum Geburtstag gratulieren.

Wir schenken ein Glücksschwein oder ein vierblättriges Kleeblatt, singen „Viel Glück und viel Segen!“ Glück, das verbinden wir mit Wohlergehen, mit Gesundheit, mit guten, gelungenen Beziehungen, aber auch mit materiellem Reichtum. Glücklich zu sein und zu leben – das ist ein zentrales Lebensziel vieler Menschen.

So gibt es viele Glücksangebote, der Begriff Glück hat Konjunktur. Glück haben ist also nicht nur etwas, das mir zufällt, sondern ich kann selber etwas tun, damit ich mich dauerhaft glücklich fühle.
In der Bergpredigt spricht Jesus auf ganz andere Weise vom Glück. Glücklich sind danach alle, die auf Gewalt verzichten und sich für Frieden eintreten, die noch empfindsam sind für das Leiden in dieser Welt, die sich um andere Menschen kümmern und sich für Gerechtigkeit einsetzen, die nach dem Willen Gottes handeln. Glücklich sind vor allem die, die nur von Gott etwas erwarten (Mt. 5,3-12). Glücklich bin ich also gerade dann, wenn ich mich nicht um mein eigenes Glück sorge, sondern für andere Menschen da bin, wahrnehmen, was auf dieser Welt schief läuft und mich für eine bessere, gerechtere, friedlichere Gesellschaft einsetze. Glück besteht aber vor allem darin, mich und mein ganzes Leben Gott anzuvertrauen – er ist, der mir Glück schenkt, mich glücklich leben lässt.
Ich stutze – aber ich habe diese Erfahrung schon gemacht. Wenn ich einen anderen glücklich mache, bin ich selber beschenkt, fühle mich glücklich. Glück erlebe ich, wenn ich mich bei Gott geborgen weiß, wenn ich darauf vertrauen kann: er meint es gut mit mir. In diesem Sinne wünsche ich allen einen glücklichen Sommer!


Euer Pfarrer Peter Gabriel





Autor / Quelle:

Beitrag online bis 2.10.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (14.7.11 - 31.07.11 - ) / 3084 / 167