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 © Helmut Meisl

 Wir in der EINEN Welt
Diese Seite als Druckausgabe


HALLEIN - 1978
Radierung, Platte rund 30 cm
vergrößerte Ansicht


SALZSTADT HALLEIN - 1996
Radierung in Gold und Silber auf Schwarz, Platte, Größe 30 x 20 cm
vergrößerte Ansicht


Prof. Degasperi anlässlich der Ausstellungseröffnung am 14.11.2002 mit Roman Anlanger, dem Leiter des Arbeitskreises "Wir in der EINEN Welt"

Prof. Ernst Degasperi verstorben

Der Arbeitskreis hat dem am vergangenen Sonntag Verstorbenen viel zu verdanken, denn er war es, der die Idee zum 1. Halleinblatt hatte, eine Idee die im AK auf gegriffen wurde und 25-mal den Mittelpunkt der Ausstellungen darstellte.

Ernst Degasperi machte zunächst eine Ausbildung zum Feinmechaniker und legte 1945 seine Gesellenprüfung ab, bevor er begann, bei Prof. Paul Kirnig Graphik an der Akademie für Angewandte Kunst in Wien zu studieren. Seit 1952 war er selbständig als Diplomgraphiker tätig. Im selben Jahr heiratete Degasperi. Er hat zwei Kinder. Seit 1963 fühlt sich Degasperi berufen zum „Künstler mit religiösem Anliegen“.

Der Künstler war Präsident der Künstlergruppe "Die Spirale" und Mitglied des Österreichischen Schriftstellerverbandes, der Schriftstellervereinugung Der Kreis sowie des Presseclub Concordia. Im Jahr 1979 wurde ihm der Berufstitel „Professor“ verliehen.

Seit 1963 schuf Degasperi über 30 Zyklen mit über 550 Bildern und viele Einzelwerke, die in über 200 Einzelausstellungen in Europa, Amerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Seine Techniken waren dabei sehr vielseitig, so fertigte er Feder- und Pinselzeichnungen, Radierungen, Lithographien, Siebdrucke, Sgraffiti, Acryl-Gemälde, Pastellmalereien, Gouachen und Kupferschmelzarbeiten.

Seine Inspiration schöpfte er dabei aus vielen Regionen der Welt. Nicht nur Wurzelstöcke der Hochregion der Zillertaler Alpen und Israel mit den Wüsten, Massada, dem Toten Meer und dem Sinai beeindruckten ihn, er verarbeitet auch Eindrücke der Konzentrationslager des Holocaust (Auschwitz, Majdanek, Treblinka und Mauthausen) und zahlreicher Länder Südamerikas (Mexico, Guatemala, Honduras und Peru), Afrikas (Ägypten und Südafrika) und Asiens (Indien, Thailand, Indonesien und die Philippinen, wo ihn besonders das Schicksal der Leprakranken interessierte).

Besondere Werke sind das Betongussdenkmal „Bereshit Bara“ in Gedera in Israel und die zahlreichen Sgraffiti Degasperis.

Werke Degasperis befinden sich heute unter anderem im Besitz der Vatikanischen Museen, der Graphischen Sammlung Albertina in Wien, des Israel Museums in Jerusalem, der Jagiellonischen Universitätsbibliothek in Krakau, des Museums für Religionsgeschichte in Lwiw (Lemberg) und des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst in Wien. Sammlungen befinden sich außerdem in mehreren Kathedralen und Kirchen.

Degasperi veröffentlichte mehrere Bücher und Artikel in 17 verschiedenen Sprachen in Zeitschriften und Zeitungen. Daneben war er beteiligt an Fernsehfilmen sowie Fernseh- und Radioreportagen.

Ernst Degasperi war Träger zahlreicher Orden und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet. Der Vatikan verlieh ihm 1984 das Komturkreuz des Silvesterordens, die Republik Österreich das Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. Degasperi war Träger des Ersten Staatspreises für das schönste Buch Österreichs und der „Kardinal Opilio Rossi-Medaille“. Im Jahr 2003 wurde er für sein völkerverbindendes Wirken und den Versuch, künstlerisch zu einer Verständigung zwischen den monotheistischen Weltreligionen beizutragen, zum Ehrenbürger der Universität Wien ernannt.

Roman Anlanger zum Ableben des Künstlers: "Mit Bestürzung und Trauer habe ich die Nachricht vom Ableben von Prof. Degasperi gelesen. Der AK hat Prof. Degasperi viel zu verdanken, denn er war es, der die Idee zum 1. Halleinblatt hatte, eine Idee die von uns im AK auf gegriffen wurde und 25mal den Mittelpunkt unserer Ausstellungen darstellte. Nach den Bastelmärkten in den ersten Jahren des Arbeitskreises waren die jährlichen Verkaufsausstellungen die wichtigste Quelle zur Finanzierung der Projektes des Arbeitskreises."





Autor / Quelle: Helmut Meisl (Quelle: Wikipedia)

Beitrag online bis 31.12.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (19.7.11 - 19.08.11 - ) / 3085 / 326