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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
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Einmal alle satt

Mehr beiläufig hat sich ergeben, dass Jesus dieses große Zeichen wirkte. Denn ein solches muss es sein. Jesus hat ja nicht die Not des Hungers überhaupt beseitigt und den Menschen die Sorge um das tägliche Brot abgenommen. Aber einmal ist es geschehen, dass alle satt wurden, ja im Überfluss lebten. Als Jesus in ihrer Mitte war, da fehlte es an nichts und alle waren zufrieden.

Wolfgang Trilling (1925–1993, Priester, Bibelwissenschaftler)




31. Juli 2011
18. Sonntag im Jahreskreis
Lesejahr A
1. Lesung: Jesaja 55,1-3
2. Lesung: Römer 8,35.37-39
Evangelium: Matthäus 14,13-21

31. Juli 2011 - 18. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr A

Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten, und alle aßen und wurden satt.

Ausgelegt!
Bibelwort: Matthäus 14,13-21

Da kommen Menschen scharenweise zu Jesus, weil sie Nahrung für ihre Seele suchen. Da sorgt Petrus sich um die leibliche Nahrung und empfiehlt, sie wegzuschicken, damit sie sich zu essen kaufen können. Wenn das nicht hochaktuell ist. Wir hungern alle nach Nahrung für unsere Seele und man sagt uns: Kauf dir was! Autos, Klamotten, ein neues Outfit, einen größeren PC oder Fernseher. Die Empfehlung von Jesus ist eindeutig: „Sie brauchen nichts zu kaufen. Gebt ihr ihnen zu essen! Jetzt und hier, das, was ihr gerade habt. Gebt euch selbst." Und sie alle machen die Erfahrung, dass im Miteinander, im sich Einlassen, im sich Zeit nehmen und indem sie Gott einladen, alle satt werden. Im Teilen und in der Begegnung entsteht Überfluss. Die Botschaft ist klar: Lasst euch aufeinander ein, gebt, investiert euch selbst und ihr werdet feststellen, wie groß euer Reichtum ist, was ihr euch gegenseitig zu geben habt. Aber solch eine Erfahrung müssen Menschen erst einmal machen können. Kirche könnte und sollte ein Raum sein, in dem Menschen erfahren können: Wir müssen nichts kaufen. Wir teilen unseren Reichtum und machen uns gegenseitig satt. Was für ein wunderschönes Bild von Kirche: Gebt ihr einander zu essen.

Klaus Metzger-Beck





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen

Beitrag online bis 28.8.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (28.7.11 - 04.08.11 - ) / 3089 / 226