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Was Sie über die Taufe wissen sollten
Wo kann ein Kind getauft werden und worum geht es eigentlich dabei? Wir bieten Ihnen eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen.
Wo kann ich mein Kind taufen lassen? Der eigentliche Ort der Taufe ist die Pfarrkirche des Wohnortes der Eltern. Meist befindet sich dort auch der „Taufstein“. In kleinere Kirchen und Kapellen, die nicht Pfarrkirche – das heißt Sitz des Pfarrers der Gemeinde- sind, tauft man normalerweise nicht. Die Taufe ist ein äußeres Zeichen der Zugehörigkeit zum Volk Gottes und somit zur konkreten Kirchengemeinde des Ortes an dem man wohnt, deshalb macht es Sinn dort auch zu taufen. Wer sein Kind an einem anderen Ort taufen lassen will braucht dazu die Einwilligung des Pfarrers seines Wohnortes.
Was verbinden wir mit der Taufe?
- Johannes der Täufer –Umkehr und Neuorientierung
Am Anfang stand der Wunsch nach Umkehr und Neuorientierung, Johannes „der Täufer“ forderte zur Zeit Jesu die Menschen auf, sich taufen zu lassen und damit ein Zeichen zu setzen, dass sie in ihrem Leben Entscheidendes ändern wollen. Nicht mehr Oberflächlichkeit, Macht und Konsum sollten die Menschen bestimmen, sondern die Suche nach echtem innerem Tiefgang, nach bleibenden Werten, nach Gerechtigkeit und Solidarität untereinander. Wo Gerechtigkeit und Nächstenliebe zu finden waren, da würde auch Gott mit den Menschen sein.
- Jesus von Nazareth – Tod und neues Leben
Christen glauben, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Jesus von Nazareth wurde geschlagen, gefoltert und gekreuzigt. Er starb grausam an ein Holzkreuz angenagelt. Doch diese Qualen und Grausamkeiten waren nicht das Ende. Nach seinem Leiden und Sterben begegnete er seinen Freunden und setzte sie in Erstaunen. Das Unmögliche, das Unglaubliche war geschehen: der Tote war wieder lebendig, Schmerz, Leiden und Tod hatten keine Macht mehr über ihn. Seither ist die Taufe ein Symbol für dieses wunderbare Ereignis. Der (meist erwachsene)Täufling wurde früher ganz unter Wasser getaucht – ein Symbol für das Sterben des alten Menschen- und tauchte dann wieder auf – ein Symbol für ein neues, gereinigtes Leben in der Gemeinschaft mit Gott. So wie Jesus gestorben ist, so stirbt symbolisch der “alte Mensch“ im Wasser der Taufe und ein neues Leben in der Gegenwart Gottes, in dem, wie bei der Auferstehung Jesu, Schmerz, Leid und Tod nicht mehr das letzte Wort haben können, wird dem Getauften geschenkt.
- Wasser- Erfrischung und Reinigung
Wasser schenkt neues Leben. Ohne Wasser können Menschen nur wenige Tage überleben und unser Körper besteht zu einem Großteil aus Wasser. An heißen Tagen erfrischt es uns und gibt uns neue Kraft und Energie. Aber, Wasser reinigt auch, es wäscht Schmutz und Dreck von uns ab und bringt neuen Glanz. So auch die Taufe: Das Wasser der Taufe erfrischt und erneuert den Menschen und wäscht alles Schlechte und Böse (Sünde) von ihm ab. Der Getaufte kann neu, rein und unbeschwert durchs Leben gehen. Er weiß, auch wenn noch so manches Ungute und Schlechte in seinem Leben geschehen kann, auch wenn er selber nicht immer alles richtig macht: die eigentliche Macht, die über seinem Leben steht ist die barmherzige und verzeihende Liebe Gottes.
- Kirche – Gemeinschaft mit Gott und untereinander
Wer getauft ist gehört zu Gott, ist „Kind Gottes“. Er hat sich Gott zugewendet und Gott wendet sich ihm zu. Die Gemeinschaft all derer die getauft sind und zu Gott gehören nennt man „Kirche“. Weil wir durch die Taufe alle Kinder Gottes sind, sind wir einander „Brüder“ und „Schwestern“. Wir haben also alle eine Verantwortung füreinander und wollen unser Leben als Kinder Gottes miteinander teilen.
- Segen - Schutz und Beistand am Beginn des Lebens
Gott will nur das Beste für uns. Gott will, dass wir wachsen, uns entfalten und ein erfülltes Leben haben. Deshalb bitten wir ihn besonders am Anfang eines neues Lebens um seine Zuwendung, seinen Schutz vor allem Bösen, vor allen Gefahren und vor Schaden. Wir bitten ihn bei der Taufe, dass er mit seiner Liebe und seiner Gegenwart dem Getauften immer zur Seite steht. Dass das Kind sich gut und gesund entwickelt und alle Chancen, die sich ihm im Leben bieten nutzen kann.
Autor / Quelle: Pastoralassistent Mag. Jonathan R. Werner (Text) / Helmut Meisl (Fotos)
Beitrag online bis 19.8.2019 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (19.8.11 - 19.09.11 - ) / 3102 / 266
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