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Wie in Stein gemeißelt ist die Treue Gottes zu seinem auserwählten Volk. Daran erinnert der Israelsonntag: „Israel ist das Volk Gottes, es ist der Ausdruck der Gemeinschaft Gottes mit den Menschen.“ (Papst Johannes Paul II.)
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28. August 2011 - 10. Sonntag nach Trinitatis III
Priester haben die Aufgabe, zu unterscheiden: zwischen rein und unrein, zwischen dem, was zu Gott gehört und dem, was von Gott trennt.
Ausgelegt! Bibelwort: 2. Mose 19,1-6
Die Sünde ist daher ihr Arbeitsgebiet, denn die trennt uns von Gott. Priester haben die Aufgabe, den Graben der Sünde zu überwinden und die zerstörte Liebe wieder zu heilen, indem sie Klarheit schaffen: Durch ein Orakel, das unentscheidbaren Situationen ein Ende setzt, durch ein Opfer, das den Kreislauf der Gewalt durchbricht, durch ein Gebet, das die Sprachlosigkeit beendet. Diese wundervolle Aufgabe hat Gott durch Jesus allen Menschen übergeben. Sein Wort ruft uns in dieses Amt. Die Taufe macht diese Berufung sichtbar. Durch sie haben wir alle das Amt, das die Versöhnung predigt. Kein Blut muss fließen, kein Orakel beschworen, kein Ritual begangen werden. „Bevor du zum Tempel läufst und Opfer bringst“, sagt Jesus, „versöhne dich erst mit deinem Nachbarn.“ Wenn wir einander vergeben, erfüllen wir unseren priesterlichen Auftrag: Nicht in einem abgegrenzten Tempelbezirk, nicht mit Opfer und Orakel, sondern im Alltag der Welt. Was für ein wundervolles Amt!
Roland Kupski
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen
Beitrag online bis 8.9.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (25.8.11 - 01.09.11 - ) / 3106 / 98
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