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Männer in der Kirche?

Die Kirche wurde von Männern gegründet, wird – vor allem im katholischen Rahmen - von Männern geleitet und Männer streiten und kämpfen seit Jahrhunderten um die rechte und authentische Auslegung der Lehre Jesu. Und doch, schaut man in die christlichen Kirchen wird man den Eindruck nicht los, dass Kirche vornehmlich Frauensache ist.

Frauen sitzen brav in der Kirchenbank, Frauen machen Blumenschmuck, Frauen übernehmen die Sorge für die Sakristei, Frauen singen im Kirchenchor, Frauen organisieren die Märkte zu Erntedank und zum Advent, Frauen machen Kirchenputz.
Frauen beten Rosenkranz, kommen zur Andacht und zur Messe und setzen sich als Firmbegleiterinnen und Tischmütter ein.
Auch die Liturgie der Kirche betont bewusst weiche, sanfte, „weibliche“ Elemente.
Die Sprache der Liturgie ist salbungsvoll, die liturgischen Gewänder lang und fallend, die sakrale Stimmung eher einschläfernd als herausfordernd.

Männer sitzen nicht gern brav in der Bank, sie stehen gerne, vor allem hinten in der Kirche, oder draußen vor der Kirchentür.
Männer packen gerne an. Wenn es was zum schleppen gibt sind sie da und es ist nie schwer Männer zu finden, die beim Pfarrfest hinterm Griller stehen und Fleisch und Würstel braten.
Männer reparieren Dinge und setzen Altes neu instand. Männer bauen große Krippen und stellen Tannenbäume und Fronleichnamsaltäre auf.
Männer sind sportlich, aktiv und voller Tatendrang. Männer brauchen „action“.

Haben Frauen einfach mehr Draht zur Kirche?
Sind Frauen ansprechbarer für Spiritualität und Glaube als Männer?

Brauchen Männer überhaupt Spiritualität?
Wenn ja, wie muss die aussehen?
Wie kann Kirche heute Männern helfen zu sich selber und zu Gott zu finden?

Wen diese Fragen beschäftigen und wer sich gerne als Mann über Spiritualität austauschen möchte, der ist herzlich eingeladen zu einer neuen experimentellen Gruppe in der Pfarre, die sich einmal monatlich im Gruberhaus, neben der Pfarrkirche treffen wird.

Erstes Treffen am Montag 03.10. um 19.30

Herzliche Einladung!





Autor / Quelle: Pastoralassistent Mag. Jonathan R. Werner

Beitrag online bis 31.12.2011 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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