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Das Intimste ist das Geld. Wenn man weiß, wie viel Geld ein Mensch hat, weiß man von ihm fast alles. (Salvador Dali)
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20. Oktober 2002 29. Sonntag im Jahreskreis
18.10.2002: Wessen Bild und Aufschrift ist das? – Des Kaisers. – So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!
„Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“ – Dieses Sprichwort müssen sich die Pharisäer und die Herodes-Anhänger heute gefallen lassen. Denn heuchlerisch versuchen sie Jesus in die Falle zu locken. Doch Jesus durchschaut die Wölfe im Schafspelz, lässt sich eine Münze geben und antwortet klug: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!“ Was meint Jesus damit? Er zeigt uns, dass wir Christen die „doppelte Staatsbürgerschaft“ besitzen: Wir sind zum einen Bürger des Landes, in dem wir geboren wurden und leben. Dem Staat dieses Landes verdanken wir die gesetzliche Sicherheit, viele Dienstleistungen und auch die Absicherung in Krankheit und Alter. Deshalb haben wir ihm gegenüber die Pflicht, das Staatswesen aktiv mitzugestalten. Vor allen Dingen dürfen wir nicht denen die Politik überlassen, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Zum anderen sind wir als Christen auch Bürger im Reiche Gottes. Wir sind mit dem, was wir tun, und auch mit dem, was wir nicht tun, vor Gott verantwortlich. Überschneiden sich die Pflichten gegenüber dem Staat und gegenüber Gott, so erwartet Jesus, dass wir uns für den Willen Gottes entscheiden. Wo liegt die Grenze zwischen dem, was dem Staat, und dem, was Gott gehört? Um das herauszufinden, brauchen wir nicht die Münze zu werfen. Als Christen können und sollen wir diese Entscheidung mit unserem Gewissen suchen und prüfen.
Autor / Quelle: Peter Schott
Beitrag online bis 1.11.2002 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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