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 © Helmut Meisl

 Wir in der EINEN Welt
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Jung sein in Südtirol

Immer wieder schafft es der Arbeitskreis „Wir in der EINEN Welt“ der Pfarre Hallein für seine Mitarbeiter interessante Reisen zu veranstalten, so auch vom 8. bis 11. Dezember 2011.

Jung sein in Südtirol! Unter diesem Motto stand die 4. Adventreise des Arbeitskreises „Wir in der EINEN Welt“ der Pfarre Hallein. Nun, wie kann eine Reise unter diesem Motto stehen? Ganz einfach, die Gruppe von 30 Personen übernachtete in Meran 3 Nächte in der Jugendherberge. Die Teilnehmer mussten, keine Sorge, nicht in großen Schlafräumen zusammen kriechen, sondern es standen neue, saubere Zimmer mit 1 oder 2 Betten zur Verfügung und jedes Zimmer hatte WC und Dusche.

Die Reise war wiederum eine gelungene Kombination von Kultur und Kulinarik. Die Kristallwelten Swarovskis in Wattens in Tirol, das malerische Sterzing, der Bischofssitz Brixen, Meran, wo Kaiserin Sissi öfters weilte, das Ötzimuseum in Bozen und das Egger-Lienzmuseum in Lienz waren Stationen der Reise.

Ein besonderes Highlight war der Besuch der kleinsten Stadt Südtirols von Glurns. Glurns eine Stadt, die aufgrund der Rivalität der Grafen von Tirol und den Bischöfen von Chur entstanden ist, ist nicht nur mittelalterlich erhalten geblieben, sondern hat in seinen Mauern einen der schönsten Adventmärkte die ich kenne. Warum? Dieser Markt ist authentisch. Er hat keine glitzernden Girlanden, Lichterketten sondern eine dezent gehaltene Beleuchtung gibt dem Markt in der alten Stadt ein besonderes Gepräge. Dazu kommt, dass nur Produkte aus der Region angeboten werden. Die meisten Christkindlmärkte müsste man schließen, wenn man diesem Auftrag folgen würde. Kletzenbrot Palabirnenbrot, Kekse, knuspriges Fladenbrot, Südtiroler Würste und Speck, edle Schnäpse ziehen neben dem Kunsthandwerklichen die Aufmerksamkeit auf sich. Wenn man dann den 2. Becher Glühwein in der Hand hat und den Bläsern zuhört, die die winterliche Kälte durch warme Adventmelodien erwärmen, dann hört man fast schon die Weihnachtsengel singen „Friede den Menschen auf Erden die guten Willens sind.

Der gesellige Höhepunkt der Reise, auf der vorweihnachtliche Gedanken nicht zu kurz kamen, war der Abend im Nalserbacher Keller bei Nals, der sehr zu empfehlen ist. Man möge verzeihen, dass ein paar Details der servierten Köstlichkeiten erwähnt werden. Zum edlen „Vernatsch“ gab es zunächst eine deftige Gerstl und Bohnensuppe. Der folgten geräucherter und luftgetrockneter Speck, Salami, Schinken, Carpaccio, mehrere Käsesorten und noch mit Mohn gefüllte Tascherl. Doch das Köstlichste waren die frisch aus dem Ofen gekommenen, knusprigen Vinschgerl.

In Italien gibt es von Südtirol abgesehen keine Weihnachtsmärkte. So nützen Tausende, ja Zehntausende und mehr aus dem Gebiet außerhalb Tirols besonders in der Zeit vom 08.-11.2011 die Gelegenheit zu einer Reise in den Norden. Das Gedränge auf Christkindlmarkt in Bozen ist z.Bsp. unvorstellbar. Zum Teil wird man wie auf einem Boot in einem reißendem Fluss durch die Menge getragen. Vom außerhalb der Stadt liegenden Busparkplatz bringt ein von der Kapazität total überforderter Zug die Besucher in das Zentrum. Am Abend, wenn dann die meisten Besucher zu den Autobussen zurück kommen, wartet man bis auf 1 Stunde um den Zug besteigen zu können. Panikartig stürmen die Besucher des Adventmarktes den Zug, wenn er einfährt. Ein Wunder, dass niemand ertreten wurde.

Der abschließende Höhepunkt der Reise war der Besuch von Schloss Brugg bei Lienz, wo man uns die Werke des bedeutenden Malers „Albert Egger Lienz“ zeigte und erklärte. Eines seiner bekanntesten Bilder sei an dieser Stelle eingefügt, denn es fügt sich besonders gut in das Ambiente dieser Adventreise.

Die Reiseteilnehmer wünschen sich eine Adventreise 2012. Werden sehen, was möglich ist.





Autor / Quelle: Dipl. Ing. Roman Anlanger

Beitrag online bis 14.12.2012 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (14.12.11 - 14.01.12 - ) / 3202 / 160