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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
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Was wünsche ich mir manchmal, ich hätte da gestanden am Jordan – in einer Schlange mit Jesus. Stattdessen geht mein Glaube, mein so neuer Geist manchmal sprichwörtlich „über den Jordan“. Was wünsche ich mir sie manchmal, die ganz erfrischende, neue, reinigende Kraft aus dem Wasser! Aber kann denn diese Kraft jemals „über den Jordan“ gehen? Eigentlich hat meine Taufe die gleiche Qualität wie die Taufe derjenigen, die in einer Reihe mit Jesus getauft wurden. Würde ich das erkennen, wenn ich meine Taufe und mich selbst als getauften Menschen mit anderen Augen ansähe?




8. Januar 2012
Taufe des Herrn
Lesejahr B
1. Lesung: Jesaja 42,5a.1-4.6-7
2. Lesung: Apostelgeschichte 10,34-38
Evangelium: Markus 1,7-11

8. Januar 2012 - Taufe des Herrn - Lesejahr B

In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.

Ausgelegt!
Bibelwort: Markus 1,7-11

Johannes der Täufer ist ganz auf Jesus ausgerichtet, und er tut das auch deutlich kund, was seine Ausrichtung und seine Bestimmung ist. Jesus ist auf Gott ausgerichtet und lässt sich von Johannes taufen. Daraufhin öffnet sich der Himmel und die Stimme Gottes ertönt: Du bist mein geliebter Sohn.

Oft habe ich bei den Evangelisten diese verschiedenen Taufgeschichten gehört; heute spricht mich dieses Ausgerichtet-sein besonders an. Johannes ist ausgerichtet und hat eine Bestimmung, und Jesus ist auf Gott ausgerichtet und hat eine Bestimmung: Gott und Gottes Traum vom Reich Gottes in dieser Welt gegenwärtig, sichtbar, greifbar zu machen und Menschen dazu einzuladen, Gott und dem Reich Gottes zu folgen.

Ich nehme an, dass die allermeisten, die heute dieses Evangelium hören, selbst Getaufte sind; dass sie auf Gott Ausgerichtete und dass sie eingeladen sind, an ihn und an sein Reich zu glauben. Ich erinnere mich heute selbst daran, dass ich getauft bin, und bin dankbar, in diese besondere Gemeinschaft hineingenommen zu sein. Sie gibt meinem Leben Ausrichtung und Bestimmung. Und Würde. Denn: Auch ich bin durch die Taufe Gottes geliebte Tochter, an der Gott Gefallen hat.

Christine Rod MC





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen

Beitrag online bis 6.2.2012 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (5.1.12 - 12.01.12 - ) / 3212 / 154