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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
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Er, der mich findet, ruft mich, ihm nachzufolgen und anderen jenen Hinweis zu geben, der ihre Suche zum Ziel führt. „Siehe, das Lamm Gottes“, sagt Johannes. Ich werde es anders sagen. Ich werde auf meine Weise den bezeugen, der mich gefunden hat. Ich werde erzählen, dass ich Gott brauche, um Sinn zu finden im Glück und im Leid.




15. Januar 2012
Zweiter Sonntag im Jahreskreis
Lesejahr B
1. Lesung: 1. Samuel 3,3b-10.19
2. Lesung: 1. Korinther 6,13c-15a.17-20
Evangelium: Johannes 1,35-42

15. Januar 2012 - Zweiter Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr B

Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister –, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde.

Kommentar zum 2. So I. Jahreskreis Lesejahr B

Die Jünger fragen Jesus „ Meister, wo wohnst Du?“.

Jesus antwortet: „Kommt und seht“.

Seltsam eigentlich:

Die Jünger fragen nicht danach, was Jesus kann, was er zu sagen hat, was ihn auszeichnet, was seine Botschaft ist.

Ihre Frage nach der Wohnung Jesu scheint so oberflächlich zu sein, so wenig substantiell.

Sollte den Jüngern Jesu Äußerlichkeiten, wie Wohnung, Kleidung, oder Besitz wirklich wichtig sein?

Jesus weist sie nicht ab, er lässt sich auf die Frage ein.

Das führt dazu, dass sie ihn besuchen und Einblick erhalten in sein Leben und dabei erkennen, wer er wirklich ist: Der Messias.

Die Geschichte kann uns trösten.

Auch unsere Motive sind nicht immer die frömmsten und edelsten.

Wir gehen gern dorthin, wo es etwas zu sehen oder zu hören gibt, wir interessieren uns für so viel Oberflächliches und Vergängliches.

Aber trotzdem, alles, auch das Oberflächlichste und Vergänglichste, kann uns zu Gott führen. Wenn wir uns auf ihn einlassen und ihn an allen Orten suchen, dann entdecken wir im Umgang mit den alltäglichsten Dingen wer Gott wirklich ist: der „ICH BIN DA“ - da, wo Du bist!


Pastoralassistent Mag. Jonathan R. Werner





Autor / Quelle: Pastoralassistent Mag. Jonathan R. Werner / Bergmoser + Höller Verlag Aachen

Beitrag online bis 12.2.2012 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (12.1.12 - 19.01.12 - ) / 3217 / 280